Medizin-Lexikon: Einträge mit "U"

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  • Uroerythrin
    • Uro|erythrin

    • Englischer Begriff: ur(o)erythrin

    ein dem Hämoglobinabbau entstammendes Urochrom, das v.a. die Rotfärbung der Urate bedingt. Wird vermehrt ausgeschieden (> 1–2 mg/Tg.) bei hämolytischem Ikterus.

  • Uroflowmetrie
    • Uro|flow|metrie

    • Englischer Begriff: uroflowmetry

    Bestimmung der pro Zeiteinheit aus der Blase abfließenden Harnmenge (ml/s), meist im Rahmen einer Miktionszystourethrographie. Erfolgt z.B. mittels Tammen-Miktiograph (Harn tropft über einen Trichter auf eine elektronisch gesteuerte, konstant laufende Scheibe; die während der Harnentleerung nötige zusätzliche Stromzufuhr ist der Harnmenge in ml/s proportional) bzw. mittels Flowmeter der Fa. Wolff (im Messzylinder aufgefangener Harn verändert einen kapazitiven Widerstand).

  • Urofollitropin

      follikelstimulierendes Hormon (aus menschl. Harn); veralteter Begriff.

    • urogen
      • uro|gen

      • Englischer Begriff: urogenous

      vom Harn/Harnwegen ausgehend.

    • urogenitalis
      • uro|genital(is)

      • Englischer Begriff: urogenital

      die Harn- u. Geschlechtsorgane betreffend; z.B. Apparatus urogenitalis.

    • Urogenitalsyndrom, vegetatives des Mannes
      • Urogenital|syndrom, vegetatives (des Mannes)

      • Englischer Begriff: prostatism

      Kongestionsprostatitis.

    • Urogenitaltrakt
      • Urogenital|trakt

      • Englischer Begriff: genitourinary tract

      Abbildung   Abbildung   Abbildung   Abbildung   Abbildung

      die Gesamtheit der im Becken u. retroperitonealen Raum gelegenen Organe der Harnbereitung (Nieren) u. Harnableitung (Ureteren u. Blase) sowie die Geschlechtsorgane (s. Abb.).

    • Urogenitaltuberkulose
      • Urogenital|tuberkulose

      • Englischer Begriff: genitourinary tuberculosis

      • Fach: Urologie

      Genitaltuberkulose, Urotuberkulose.

    • Urogenitaltumoren
      • Urogenital|tumoren

      Tabelle

      Oberbegriff für gut- u. bösartige Neubildungen im (auf den Mann bezogenen) Urogenitaltrakt; eine Systematik zeigt die Tab.; s.u. dem jeweiligen Organ: Nieren..., Nierenbecken..., Ureter..., Blasen..., Harnröhren..., Penis..., Prostata..., Hoden...

    • Urogonadotropin
      • Urogonado|tropin

      • Englischer Begriff: urogonadotropin

      Menotropin.

    • Urogramm
      • Uro|gramm

      • Englischer Begriff: urogram

      Abbildung

      das bei Urographie gewonnene Röntgenkontrastbild (s. Abb). Als Früh-U. das Kontrastbild 1, 2 u. 3 Min. nach Kontrastmittelinjektion, als Spät-U. das bis zu 24 Std. später angefertigte; s.a. Infusionsurographie. Möglichkeit der Erfassung von Funktionsunterschieden beider Nieren bzw. der Ausscheidungshemmung oder eines Hindernisses der ableitenden Harnwege; s.a. Urotomographie.

    • Urographie
      • Uro|graphie

      • Englischer Begriff: urography

      i.e.S. die Ausscheidungsurographie; s.a. Urogramm, Urotomographie, i.w.S. auch die Miktionsurographie. S.a. Pyelographie.

    • Urokan...
    • Urokinase
      • Englischer Begriff: urokinase; urokinase-type plasminogen activator; u-PA

      physiologischer, aus Prourokinase durch limitierte Proteolyse entstehender Aktivator der Fibrinolyse. Aufbau: Glykoprotein aus zwei Polypeptidketten (two-chain urokinase-type plasminogen activator = tcu-PA) mit einem Molekulargewicht von 54 000 D (hochmolekulare Form; high molecular weight urokinase = HMW-UK) bzw. 33 000 D (niedermolekulare Form; low molecular weight urokinase = LMW-UK). Gewinnung: Isolierung ursprünglich aus Urin, kommt aber auch in vielen Geweben vor. Zur Anw. in der Fibrinolysetherapie Extraktion aus Urin oder Überstand von Nierenzellkulturen; auch gentechnologische Herstellung möglich.

    • Urokinine
      • Uro|kinine

      • Englischer Begriff: urokinins

      im Harn vorkommende Kinine mit Kallidin- bzw. Bradykinin-artiger Wirkung.

    • Urolagnie
      • Uro|lagnie

      • Englischer Begriff: urolagnia

      sexuelle Perversion mit Lusterzeugung durch Zusehen beim Urinieren oder Berühren, Trinken etc. von Harn der geliebten oder einer anderen Person.

    • Urolith
      • Uro|lith

      • Englischer Begriff: urolith

      Harnkonkrement.

    • Urolithiasis
      • Uro|li|thiasis

      • Englischer Begriff: urolithiasis

      Krankheit mit Bildung von Harnsteinen (Harnkonkrement) in der Niere u./oder den ableitenden Harnwegen u. mit einer von Bildungsort, Größe u. Verhalten (stumm, wandernd, eingeklemmt) der Konkremente u. von den Folgeerscheinungen (Harnstauung, Nierenschädigung), evtl. auch dem Grundleiden, abhängigen, meist charakteristischen Symptomatik (s.a. Nephrolithiasis, Harnleiter-, Blasenstein). Diagn.: stützt sich auf Harnanalyse, Urographie, Zystoskopie, Ureterkatheterismus, evtl. auch Funktions- u. Stoffwechseluntersuchungen; s.a. Harnsalze, Sediment. Ther.: bedarf stets dringend ärztlicher Behandlung: medikamentös-diätetische (auch i.S. der Prophylaxe), Förderung des spontanen Steinabgangs (z.B. Trinkkur, Spasmolytika), bei Nierenbeckensteinen extrakorporale Stoßwellenlithotripsie, instrumentelle (mittels Schlingenkatheter; Dormia-Körbchen; zystoskopische Schlitzung des Harnleiterostiums) oder operative Entfernung (z.B. Pyelolithotomie, Nephrolithotomie, Ureterolithotomie, bei Blasenstein Extraktion mittels Steinzange, Lithotripsie u. -lapaxie, Sectio alta, Urethrotomia externa); s.a. Litholyse.

    • Urolithiasismittel

        Medikamente zur Auflösung von Harnsäure- u. Zystinsteinen im Bereich der Nieren u. ableitenden Harnwege. Wirkst.: Kalium- bzw. Natriumsalze der Zitronensäure (erhöhen den pH-Wert des Urins). I.w.S. auch Rezidivprophyl. kalziumhaltiger Nierensteine bei Hyperkalzämie durch Polystyroldivinylbenzolsulfonsäure (Kationenaustauscher).

      • Urologe
        • Urologe

        • Englischer Begriff: urologist

        Arzt für Urologie.

      • Urologica
        • Urologi|ca

        • Synonyme: -ka

        • Englischer Begriff: urologics

        Medikamente, die der Ther. von Erkr. bzw. Störungen im Bereich der Harnwege dienen. Eingesetzt werden: 1) Blasenatoniemittel (Cholinergica wie z.B. Distigminbromid); 2) Harnwegsinfektionstherapeutika: a) pflanzliche Präparate zur Durchspülungstherapie, b) chemisch definierte Präparate wie Antibiotika zur systemischen oder lokalen Anw. (z.B. Nitrofurantoin, Neomycinsulfat zur Instillation) oder Mittel zur Rezidivprophyl. (z.B. Methenamin, Methionin); 3) miktionsbeeinflussende Mittel pflanzlichen (z.B. Kürbissamen) sowie chemischen Ursprungs (z.B. die Anticholinergica Oxybutynin, Atropinsulfat u. Trospiumchlorid); 4) Prostatamittel; 5) Urolithiasismittel; 6) Mittel gegen erektile Dysfunktion wie die Vasodilatatoren Sildenafil, Bamethan oder Alprostadil zur Schwellkörperautoinjektionstherapie, außerdem Apomorphin; 7) andere U. wie z.B. Lösungen zur Blasenspülung.

      • Urologie
        • Uro|logie

        • Englischer Begriff: urology

        medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Prävention, Erkennung, Behandlung, Rehabilitation u. Nachsorge von Erkrankungen (inkl. Onkologie), Fehlbildungen u. Verletzungen der Niere, ableitenden Harnwege u. männl. Geschlechtsorgane (Andrologie) befasst. Die Abgrenzung zur Nephrologie als Teilgebiet der Inneren Medizin ist fließend. Die Weiterbildungszeit bis zum Facharzt für U. (Urologe; engl. = urologist) beträgt 5 Jahre.

      • Urometer
        • Uro|meter

        • Synonyme: Harnspindel

        • Englischer Begriff: ur(in)ometer

        Aräometer zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes des Harns.

      • Uromucoide
        • Uro|mucoide

        • Englischer Begriff: uromucoids

        besondere Eiweißkörper im Harn des Früh- oder Neugeborenen, ferner bei Nephropathien, Paraproteinämien, Anämien.

      • Uroncus
        • Ur|oncus

        • Englischer Begriff: uroncus

        • Fach: Pathologie

        geschwulstförmige Harninfiltration.

      • Uronsäuren
        • Uron|säuren

        • Synonyme: HOOC–[C4]–CHO

        • Englischer Begriff: uronic acids

        aus Aldosen oxidativ entstehende Aldehydcarbonsäuren, z.B. Glucuronsäure; s.a. Uridindiphosphatglucuronsäure. – Die U. sind wichtige Bausteine der Proteoglykane u. anderer Polysaccharide.

      • Urophagen
        • Uro|phagen

        bei Harnsäuregicht vorkommende Riesenzellen mit phagozytierten Uraten.

      • urophan
        • Englischer Begriff: urophanic

        im Harn erscheinend (z.B. Inulin).

      • Urophthise
        • Uro|phthise

        • Englischer Begriff: urotuberculosis

        Urotuberkulose.

      • Uropoese
        • Uro|poese

        • Englischer Begriff: uropoiesis

        Harnbereitung.

      • Uroporphyrie
        • Uro|porphyrie

        • Englischer Begriff: uroporphyria

        Sonderform der Porphyria congenita mit vermehrt durch die Niere erfolgender Ausscheidung von Uroporphyrinogen u. des daraus gebildeten Uroporphyrin I u. Koproporphyrin I infolge Fehlens der Uroporphyrinogensynthetase (die die Bildung von Uroporphyrinogen III [auf dem Weg zu Häm] aus Porphobilinogen katalysiert).

      • Urorosein
        • Uro|rosein

        • Englischer Begriff: urorosein

        Indolderivat als Chromogen, das bei bestimmten Krankheiten (z.B. Niereninsuffizienz, Scharlach) im Harn auftritt (s.a. Urochrom) u. das erst bei Zusatz konzentrierter Salzsäure eine kräftig rote Farbe annimmt.

      • Uroscheozele
        • Ur|oscheo|zele

        • Englischer Begriff: uroscheocele

        Urozele.

      • Urosepsis
        • Uro|sepsis

        • Englischer Begriff: urosepsis

        von den Harnwegen ausgehende septische Erkrankung. Als aseptische u. als septische Urotoxikose sowie als eigentliche U. (= septisches Harnfieber), d.h. als Septikämie mit frühzeitiger Metastasierung, wobei die Erreger spontan aus den Harnwegen austreten. Ätiol.: meist Folge einer Pyonephrose nach Harnstauung (Steinleiden, Ureterblockade, Harnröhrenverengung) mit Sekundärinfektion, oder aber nach Schleimhautverletzung, z.B. anlässlich einer Prostataresektion, eines Katheterismus. Klinik: perakuter Beginn mit septischem Fieber u. Schüttelfrost, pyämischen Metastasen, hoher Leukozytose, schnellem Puls, allgemeinen Vergiftungserscheinungen („Nephrotoxine“). Kompl.: Metastasen, Thrombophlebitis urinaria septica der Beckenvenen (evtl. mit sekundärer Phlegmone), Kachexie.

      • Urosepsis, einseitige renale
        Urosepsis
        • U., einseitige renale

        septische Pyelonephritis.

      • Uroskopie
        • Uro|skopie

        • 1)
          Harnschau... (mehr)
        • 2)
          Ausscheidungsurographie mit Durchleuchtungskontrollen (u. gezielten Aufnahmen)... (mehr)
      • Uroskopie 1)
        Uroskopie
        • 1)

        • Englischer Begriff: uroscopy

        Harnschau.

      • Uroskopie 2)
        Uroskopie
        • 2)

        • Fach: Röntgenologie

        Ausscheidungsurographie mit Durchleuchtungskontrollen (u. gezielten Aufnahmen).

      • Urospasmie
        • Uro|spasmie

        Neigung zu krampfhafter Engstellung der Harnwege, begrenzt z.B. als Pyelospasmie; z.B. bei Spasmophilie (hier z.B. als Ureterospasmie), Durchblutungsstörung, nach Erfrierung.

      • Urostealith
        • Uro|stealith

        • Englischer Begriff: urostealith

        wachsartiges Harnkonkrement aus Lipoiden (u. Kalk-, Magnesiaseifen, Eiweiß); bei Fettstoffwechselstörungen.

      • Urostoma

          künstlich angelegte Öffnung in der Bauchdecke zur Ableitung des Harns entweder über ein Darmstück (z.B. Ileum) oder einen Ureterstumpf, der in die Bauchwand eingenäht wird; v.a. nach operativer Entfernung der Harnblase.

        • Urothel
          • Uro|thel

          • Synonyme: Übergangsepithel

          • Englischer Begriff: urothelium

          mehrreihiges bis mehrschichtiges Deckgewebe der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Ureter, Harnblase, proximale Teile der Harnröhre).

        • Urothelkarzinome
          • Urothel|karzinome

          vom Übergangsepithel ausgehende Malignome in Blase, Harnröhre, Harnleiter oder Nierenbecken, die trotz ihrer topographischen Trennung aufgrund ihres tumorbiologischen Verhaltens als einheitliches Krankheitsbild betrachtet werden u. sich durch hohe Rezidivrate u. multizentrisches, multifokales Wachstum charakterisieren. Erstmanifestation in über 90% der Fälle in der Blase, gefolgt von Nierenbecken (5–6%), Harnleiter (2–3%) u. Harnröhre. Klinisches Leitsymptom: Mikro- oder Makrohämaturie u. (v.a. bei Harnleitertumoren) eine meist unilaterale Harnstauung (weitere Informationen s.u. Blasen-, Nierenbeckenkarzinom, Harnröhrenkarzinom, Uretertumoren).

        • Urotomographie
          • Uro|tomographie

          Ausscheidungsurographie mit Schichtaufnahmen (etwa 5–10 Min. p. i.; evtl. Spätaufnahmen, Urogramm). Heute ersetzt durch Computer-Tomographie.

        • Urotoxikose
          • Uro|toxikose

          • Englischer Begriff: urotoxia

          abakterielle Urosepsis durch Resorption zersetzter Harnbestandteile u. giftiger Gewebszerfallsprodukte bei Harninfiltration. Evtl. mit sekundärer Infektion des Infiltrats (= septische U.) u. Ausbildung einer Urinphlegmone.

        • Urotuberkulose
          • Uro|tuberkulose

          • Englischer Begriff: urotuberculosis

          Tuberkulose des Harntraktes (meist als Teilerscheinung der Urogenital-Tbk). Beginnt meist mit miliaren Nierenparenchymherden (Nierentuberkulose; oft latent); dann lymphogen oder kanalikulär Entwicklung einer Ureter- u. Blasentuberkulose, evtl. Genitaltuberkulose.

        • Urozele
          • Uro|zele

          • Englischer Begriff: urocele

          Hodensackschwellung durch Harninfiltration.

        • Ursamenzelle
          • Ur|samen|zelle

          Spermatogonium.

        • Ursegment
          • Ur|segment

          • Englischer Begriff: mesoblastic segment

          • Fach: Embryologie

          Somit.

        • Ursodeoxycholsäure
          • Urso|de(s)oxy|cholsäure

          • Englischer Begriff: ursodeoxycholic acid

          physiologische Gallensäure des Menschen; orale Anw. zur Cholelitholyse u. zur symptomatischen Ther. der primär-biliären Zirrhose.

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