Medizin-Lexikon: Einträge mit "U"

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  • Ulcus arteriosum
    Ulcus
    • U. arteriosum

    • Englischer Begriff: arterial u.

    s.u. Ulcus cruris.

  • Ulcus callosum
    Ulcus
    • U. callosum

    U. mit verhärtetem Rand.

  • Ulcus carcinomatosum
    Ulcus
    • U. carcinomatosum

    Krebs- = Karzinomgeschwür, Schema.

  • Ulcus causticum
    Ulcus
    • U. caus|ticum

    U. durch Ätzgift.

  • Ulcus corneae
    Ulcus
    • U. cor|neae

    • Englischer Begriff: corneal u.

    Hornhautgeschwür (des Auges) im Verlauf einer Kerat(okonjunktiv)itis; z.B. bei K. phlyctaenularis als U. scrofulosum, bei K. herpetica als U. dendriticum, bei K. marginalis als katarrhalisches (von Lymphfollikeln ausgehendes) U. sowie als U. serpens (s.u. Hypopyonkeratitis); ferner als neuroparalytisches U., als U. bei Lagophthalmus sowie – selten u. ätiologisch unklar – als U. c. ro|dens = U. infectiosum et serpiginosum bei älteren Menschen in schlechtem allgem. Gesundheitszustand: peripher beginnend, langsam u. unterminierend fortschreitend, mit geringen Entzündungszeichen, aber sehr schmerzhaft, durch Fortschreiten in die Tiefe evtl. zur Perforation führend (mit Kammerwasserabfluss, Iriseinklemmung).

  • Ulcus corrosivum
    Ulcus
    • U. corrosivum

    • Englischer Begriff: corrosive u.

    s.u. Ulcus (Einleitung).

  • Ulcus cruris
    Ulcus
    • U. cruris

    • Englischer Begriff: crural u.; leg u.

    Unterschenkelgeschwür, meist infolge örtlicher venöser, seltener auch arterieller Zirkulationsstörung; als Ulcus varicosum u. als U. postthromboticum bei chronischer venöser Insuffizienz bzw. als U. arteriosum bei arterieller Verschlusskrankheit; als U. hypertonicum bei Angiolitis-bedingter Ischämie. Entstehung bzw. ausbleibende Heilung oft auch polyätiologisch, häufig bakteriell superinfiziert; als U. cruris mixtum bei chronisch venöser Insuffizienz u. gleichzeitiger arterieller Verschlusskrankheit. – S.a. Schema.

  • Ulcus Dieulafoy
    Ulcus
    • U. Dieulafoy

    s.u. Ulcus ventriculi.

  • Ulcus duodeni
    Ulcus
    • U. duodeni

    • Englischer Begriff: duodenal u.

    Abbildung

    Zwölffingerdarmgeschwür, bevorzugt im Bulbus duodeni (an dessen Vorder- oder Hinterwand), seltener postbulbär oder als Teil eines pylorischen Geschwürs auftretend. Ätiol.: Neben erhöhter Säuresekretion kommen Störungen der Autoregulation, exogene Noxen, gesteigerte Motilität u. Defekte an schleimhautschützenden Mechanismen in Frage; sehr häufig mit Helicobacter-pylori-Infektionen des Magens assoziiert. Klinik: Verlauf wie bei Ulcus ventriculi; Symptome sind Druckschmerz im mittleren u. rechten Oberbauch, evtl. in den Rücken ausstrahlend, (nächtl.) Nüchternschmerz, Übelkeit u. Erbrechen. Diagn.: Endoskopie; im Röntgenbild Ulkusnische (meist nur en face; häufig mit ödematösem Randwall), bei Chronizität mit Faltenstern, Bulbusdeformierung (z.B. Kleeblattform mit Pseudodivertikeln); Serum-Gastrin-Bestimmung. Ther.: medikamentös (Ulkustherapeutika); ggf. chirurgisch (selektiv gastrische Vagotomie). Progn.: heilt im Allgemeinen nach 3 – 5 Wo., jedoch große Rezidivneigung (s.a. Ulkuskrankheit).

  • Ulcus durum
    Ulcus
    • U. du|rum

    • Englischer Begriff: hard u.

    der geschwürige Primäraffekt der Syphilis; mit erhabenem, derbem Rand; i.w.S. der „harte Schanker“ in jeder Form.

  • Ulcus factitium
    Ulcus
    • U. factitium

    • Etymol.: latein. factitius = künstlich

    selbst beigebrachtes oder artifiziell unterhaltenes Ulcus.

  • Ulcus hypertonicum
    Ulcus
    • U. hyper|tonicum

    • Englischer Begriff: hypertensive u.

    (Martorell) s.u. Ulcus cruris.

  • Ulcus jejuni
    Ulcus
    • U. jejuni

    • Englischer Begriff: jejunal u.

    s.u. Ulcus pepticum.

  • Ulcus mixtum
    Ulcus
    • U. mix|tum

    s.u. Ulcus molle.

  • Ulcus molle
    Ulcus
    • U. molle

    • Synonyme: Schankroid

    • Englischer Begriff: soft u.; chancroid

    durch Haemophilus ducreyi bedingte venerische Krankheit. Inkubationszeit 2–3 Tg., bei Frauen evtl. mehrere Wo. nach Geschlechtsverkehr. Klinik: meist mehrere schmerzhafte, rundliche oder ovale, wie gestanzte Geschwüre mit weichen (selten erhabenen) u. unterminierten Rändern u. eitriger Oberfläche; Auftreten meist in der Kranzfurche oder an den Schamlippen. Mit Druckschmerz u. Schwellung der regionären Lymphknoten, die evtl. vereitern u. durchbrechen (s.a. Bubo, schankröser), gelegentlich mit ausgedehnter gangränöser Gewebszerstörung (U. m. phagedaenicum). Auch als U. mixtum (Chancre mixte) bei gleichzeitiger syphilitischer Infektion. Diagn.: Erreger-Nachweis im Abstrich, Ito-Reenstierna-Reaktion. Ther.: Antiobiotika; es besteht gesetzliche Behandlungspflicht.

  • Ulcus penetrans
    Ulcus
    • U. pene|trans

    s.u. Ulcus ventriculi.

  • Ulcus pepticum
    Ulcus
    • U. pepticum

    • Englischer Begriff: peptic u.

    auf Magensafteinwirkung zurückgeführte Geschwürbildung im Verdauungstrakt, i.e.S. die an nicht gegen Salzsäure widerstandsfähigen Schleimhäuten, z.B. als U. oesophagi (bei Refluxösophagitis; s.a. Barrett-Syndrom), v.a. aber als U. p. jejuni, d.h. als „Anastomosengeschwür“ nach Magenresektion, v.a. bei großem Restmagen (erhaltene Säureproduktion) sowie bei GE (ohne Resektion), ferner beim Syndrom der zuführenden Schlinge, Zollinger-Ellison-Syndrom. Klinik: meist Abend- u. Nachtschmerz (links vom Nabel), okkulte oder massive Blutung; im Röntgenbild Nische in stark gestörtem Reliefbild, oft röhrenförmige Einengung.

  • Ulcus phagedaenicum
    Ulcus
    • U. pha|ge|daenicum

    • Englischer Begriff: phagedenic u.

    s.u. Ulcus (Einleitung); s.a. Ulcus molle.

  • Ulcus postthromboticum
    Ulcus
    • U. post|thromboticum

    • Englischer Begriff: postthrombotic u.

    s.u. Ulcus cruris.

  • Ulcus pyloricum
    Ulcus
    • U. py|lo|ricum

    s.u. Ulcus ventriculi.

  • Ulcus radiologicum
    Ulcus
    • U. radio|logicum

    • Englischer Begriff: radiation u.

    Strahlenulkus.

  • Ulcus recti
    Ulcus
    • U. recti

    • Englischer Begriff: rectal u.

    Mastdarm-U.; als U. simplex nach Drucknekrose durch Kotballen bei Obstipation (U. stercorale) oder nach Verletzung beim Einlauf (= U. clysmaticum); als solitäres U. r. callosum der sog. Hochenegg-Tumor (meist Karzinom) mit Stenose, Tenesmen, Blut-, Schleimabgang.

  • Ulcus rodens
    Ulcus
    • U. rodens

    Abbildung

    „nagendes Geschwür“; s.a. Schema u. Abb.

    • 1)
      Basaliom in Form eines flachen, langsam seitlich fortschreitenden Geschwürs... (mehr)
    • 2)
      Form des Ulcus corneae... (mehr)
  • Ulcus rodens 1)
    Ulcus  >  Ulcus rodens
    • 1)

    • Englischer Begriff: rodent u.

    Basaliom in Form eines flachen, langsam seitlich fortschreitenden Geschwürs mit leistenartigem, perlmuttglänzendem Rand; s.a. Ulcus terebrans.

  • Ulcus rodens 2)
    Ulcus  >  Ulcus rodens
    • 2)

    Form des Ulcus corneae.

  • Ulcus scrofulosum
    Ulcus
    • U. scro|fu|losum

    s.u. Ulcus corneae.

  • Ulcus septi nasi
    Ulcus
    • U. septi nasi

    • Englischer Begriff: u. of the nasal septum

    s.u. Septumdefekt.

  • Ulcus serpens
    Ulcus
    • U. ser|pens

    • Englischer Begriff: serpiginous u.

    s.u. Ulcus.

  • Ulcus serpens corneae
    Ulcus
    • U. serpens corneae

    s.u. Hypopyonkeratitis.

  • Ulcus sphacelosum
    Ulcus
    • U. spha|ce|losum

    gangränöses Geschwür; s.a. Sphakel...

  • Ulcus syphiliticum
    Ulcus
    • U. sy|phi|liticum

    • Englischer Begriff: syphilitic u.

    Ulcus durum.

  • Ulcus terebrans
    Ulcus
    • U. terebrans

    primär destruierend wachsendes, in die Tiefe gehendes, auf Knorpel u. Knochen übergreifendes, zerfallendes Basaliom; s.a. Ulcus rodens (1).

  • Ulcus trophicum
    Ulcus
    • U. tro|phicum

    • Englischer Begriff: trophic u.

    durch Störung der Trophik bedingtes Geschwür; bei Gefäß- (Ulcus varicosum), Nervenerkrankung (= U. neurogenicum; z.B. U. corneae); i.e.S. das U. trophoneuroticum = U. neuroparalyticum der Haut bei segmentaler Schädigung des Rückenmark-Vorderhorns oder der Spinalnervenwurzel (z.B. bei Querschnittslähmung, Tabes dorsalis, Syringomyelie; s.a. Malum perforans) oder des peripheren Nervs.

  • Ulcus tropicum
    Ulcus
    • U. tropicum

    • Englischer Begriff: tropical u.

    v.a. in den Tropen vorkommendes chronisches U. phagedaenicum als Folge einer Fusospirillose nach Hautverletzung, v.a. an den Unterschenkeln; rund, bis zu handtellergroß, peripher u. in die Tiefe fortschreitend; mit gelbl.-glasigen Pseudomembranen.

  • Ulcus tuberculosum
    Ulcus
    • U. tuberculosum

    • Englischer Begriff: tuberculous u.

    tuberkulöses Geschwür, z.B. bei Darmtuberkulose, exulzerierendem Lupus vulgaris; s.a. Schema.

  • Ulcus varicosum
    Ulcus
    • U. varicosum

    • Englischer Begriff: varicose u.

    das „Unterschenkelgeschwür“ (Ulcus cruris) beim varikösen Symptomenkomplex des Beines; i.e.S. das nach Varikophlebitis oder Periphlebitis (= U. postthromboticum); meist wenig reaktiv (torpide), nekrotisierend; häufig als kallöses „Blow-out-U.“ bei Insuffizienz der Venae perforantes, meist am Innenknöchel u. mit Hautatrophie, Hyperpigmentation, Ekzem.

  • Ulcus venereum simplex
    Ulcus
    • U. venereum simplex

    Donovanosis.

  • Ulcus venosum
    Ulcus
    • U. venosum

    Überbegriff für U. bei chronischer venöser Insuffizienz, Varikose oder postthrombotischem Syndrom.

  • Ulcus ventriculi
    Ulcus
    • U. ventriculi

    • Englischer Begriff: gastric u.; stomach u.

    Abbildung

    Geschwür der Magenwand. Lokalisation meist an der Magenstraße u. im Pylorusbereich (U. pyloricum, U. ad pylorum; evtl. als juxtapylorisches U. duodeni bei Ektopie der Duodenalmukosa im Pylorusgebiet). Klassifik.: Nach Johnson werden drei Typen unterschieden: Typ I: an kleiner Kurvatur u./oder hoch sitzend, oft hypazid; Typ II: U. ventriculi u. duodeni, oft hyperazid; Typ III: präpylorisches U., norm- bis hyperazid. Ätiol. u. Formen: oft bei gastritisch veränderter Schleimhaut; als pathogenetischer Faktor kommen gramnegative Stäbchenbakterien (Helicobacter pylori) in Frage. Zunächst rund, scharf begrenzt, auf die Mukosa beschränkt (U. simplex Dieulafoy), bei längerem Bestehen evtl. tiefer vordringend (U. penetrans), evtl. Nachbarorgane miterfassend, ggf. sogar in entstandene Verwachsungen oder in die freie Bauchhöhle durchbrechend (U. perforans). Klinik: Druckschmerz oberhalb u. links vom Nabel, Völlegefühl u. Oberbauchschmerzen (v.a. nach dem Essen). Diagn.: Endoskopie (s. Abb.), Rö.-Magen-Darm-Passage: Nische (En-face-Nische oder Profilnische), als kallöses U. mit derben, evtl. tumorartigen Randpartien; Serum-Gastrin-Bestimmung. Kompl.: Magenblutung, Magenperforation, Magenverengung (Sanduhrmagen, Pylorusstenose); evtl. Entwicklung zu Ulkuskarzinom (Magenkarzinom). Ther.: medikamentös (Ulkustherapeutika); ggf. operativ (distale, subtotale Magenresektion).

  • Ulcus vesicae
    Ulcus
    • U. vesicae

    • Englischer Begriff: vesical u.

    Blasengeschwür.

  • Ulcus vulvae
    Ulcus
    • U. vulvae

    • Englischer Begriff: Lipschütz u.

    Geschwür der weibl. Scham; akut (Lipschütz) mit unbekannter Ätiologie meist bei jungen Frauen, u. zwar gangränös, berührungsempfindlich, nicht ansteckend, spontan heilend; als chronisches U. simplex im Klimakterium, langsam fortschreitend.

  • ule...

      Wortteil „N arbe“ bzw. „Zahnfleisch“.

    • Ulegyrie
      • Ule|gyrie

      • Englischer Begriff: ulegyria

      sekundär-narbige, flächenhafte Verkleinerung der Hirnwindungen als Folge peri- u. postnataler, evtl. auch in der letzten Phase der Fetogenese eingetretener Schäden.

    • Ulerythema ophryogenes
      • Ul|erythema ophryo|genes

      • Synonyme: Keratosis pilaris rubra atrophicans faciei

      Verhornungsstörung der Haut mit diffuser Hautrötung u. kleinen Hornkegelchen an den Haarfollikelöffnungen. Auftreten v.a. im Gesicht mit Übergang in Atrophie u. Alopezie.

    • Ulkus
      • Ulkus

      • Englischer Begriff: ulcer

      Geschwür, Ulcus.

    • Ulkusfinger
      • Ul|kus|finger

      • Fach: Röntgenologie

      tiefe spastische Einziehung der großen Magenkurvatur etwa in der Höhe eines akuten Ulcus ventriculi der kleinen Kurvatur.

    • Ulkuskarzinom
      • Ulkus|karzinom

      • Englischer Begriff: ulcerocarcinoma

      unter dem klinischen Bild eines Magengeschwürs in Erscheinung tretendes Magenkarzinom.

    • Ulkuskrankheit
      • Ulkus|krankheit

      • Englischer Begriff: peptic ulcer disease; PUD (Abk.)

      das dem Ulcus ventriculi u. Ulcus duodeni gemeinsame Krankheitsbild, v.a. als „Geschwürleiden“ bei der chronisch-rezidivierenden Form, meist mit Helicobacter-pylori-Infektion des Magens assoziiert. – Ferner der sog. Reizmagen vegetativ labiler junger Menschen mit gleichen Symptomen, der im weiteren Verlauf in ein Geschwür übergehen kann (bei Jüngeren Ulcus duodeni, bei Älteren Ulcus ventriculi).

    • Ulkusnische
      • Ulkus|nische

      • Englischer Begriff: ulcer niche

      • Fach: Röntgenologie

      En-face-Nische; die nach oraler Kontrastmittelgabe im Röntgenbild sichtbare Profilnische.

    • Ulkusperforation
      • Ulkus|perforation

      • Englischer Begriff: ulcer perforation

      mögliche Komplikation bei Ulcus ventriculi/duodeni; tiefe Ulzera können zum Durchbruch der Serosa führen, wodurch Magen-/Darminhalt in die freie Bauchhöhle gelangt. Bei Verklebung des Defektes mit Umgebungsgewebe (z.B. Netz, Kolon, Gallenblase) handelt es sich um eine gedeckte Perforation mit evtl. dezenter Symptomatik. Bei freier Perforation entwickelt sich mit zunehmender Perforationsdauer eine diffuse Peritonitis mit den entsprechenden Symptomen. Diagn.: Röntgen (in 80% der Fälle freie Luft unter dem Zwerchfell). Ther.: Operation.

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