Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • W

      Symbol für chem Wolfram, physik Watt (s.a. SI-Einheiten), biochem Abk. für Tryptophan (im Ein-Buchstaben-Code), immun Symbol im HLA-System für Antigene ohne bisher genaue Identität.

    • Waaler-Rose-Test
      • Waaler-Rose-Test

      • Englischer Begriff: Rose-Waaler test

      • Biogr.: Erik W., Bakteriologe, Oslo; Harry M. R., Bakteriologe, New York

      (1940/1948) quantitativer Hämagglutinationshemmtest zum Nachweis des – mit heterologem Gammaglobulin reagierenden – Rheumafaktors, indem Hammelerythrozyten, mit einem von Kaninchen stammenden Antihammel-Ambozeptor beladen, mit Verdünnungsreihen des Probandenserums in Reaktion gebracht werden (parallel zum Vergleich ein Testansatz mit nicht sensibilisierten Hammel-Ery). Der Test fällt bei rheumatoider Arthritis in etwa 50% positiv aus, ist von geringer Spezifität. Mehrere Modifikationen.

    • Waals-Kräfte
      • (van-der-)Waals-Kräfte

      • Englischer Begriff: van der Waals' forces

      • Biogr.: Johannes D. v. d. W., 1837–1923, Physiker, Amsterdam; 1910 Nobelpreis für Physik

      nicht kovalente, nur über kurze Strecken wirksame Anziehungskräfte zwischen Molekülen.

    • Waardenburg-Syndrom
      • (v.-)Waardenburg-Syndrom

      • Biogr.: Petrus J. v. W., 1886–1969, Augenarzt, Arnheim

      • 1)
        als Vogt-W... (mehr)
      • 2)
        Klein-Waardenburg-Sy... (mehr)
      • 3)
        Wildervanck-Sy... (mehr)
      • 4)
        autosomal-rezessiv (?) erbliche Kombination von Anophthalmie u. Syndaktylie... (mehr)
    • Waardenburg-Syndrom 1)
      Waardenburg-Syndrom
      • 1)

      • Englischer Begriff: Waardenburg syndrome

      als Vogt-W.-Syndrom oder Dyskephalosyndaktylie Fehlbildungen i.S. einer Kombination des Crouzon- u. Apert-Syndroms Akrozephalosyndaktylie [1]). Klinik: v.a. beidseitiger Hydrophthalmus, Hypertelorismus, Turmschädel, Papageiennase, Unterkieferunterentwicklung mit Zahnstellungsanomalien, Syndaktylien, Kontrakturen der Ellbogen- u. Kniegelenke, Herzfehler, Kryptorchismus, Hypospadie, Pseudohermaphroditismus.

    • Waardenburg-Syndrom 2)
      Waardenburg-Syndrom
      • 2)

      • Englischer Begriff: ptosis-epicanthus syndrome

      Klein-Waardenburg-Sy.

    • Waardenburg-Syndrom 3)
      Waardenburg-Syndrom
      • 3)

      • Englischer Begriff: cervico-oculo-facial dysmorphism

      Wildervanck-Sy. (1).

    • Waardenburg-Syndrom 4)
      Waardenburg-Syndrom
      • 4)

      autosomal-rezessiv (?) erbliche Kombination von Anophthalmie u. Syndaktylie.

    • Wabenlunge
      • Waben|lunge

      • Englischer Begriff: honeycomb lung

      kleinzystische Degeneration des meist schon fibrotisch degenerierten Lungengewebes, vorwiegend in den Unterlappen lokalisiert, im Endstadium von Lungenfibrosen; pathologisch-anatomisch als diffuses, bronchiolo-alveoläres Emphysem mit Lungenfibrose; röntgenologisch zahlreiche Ringschatten über beiden Lungen. Entweder als angeborene Hamartie (evtl. mit Zysten auch anderer Organe; oft auch Situs inversus) oder – häufiger – erworben (z.B. nach Lungenabszess, Bronchitis obliterans). Wird oft erst durch zusätzliche Bronchitis klinisch manifest. Verlauf schubweise-progressiv mit Infekten u. narbiger Schrumpfung (u. kardiorespiratorischer Insuffizienz mit Cor pulmonale).

    • Wabenniere
      • Waben|niere

      • Englischer Begriff: multicystic kidney

      polyzystische kleinblasige Zystenniere.

    • Wabenschädel
      • Waben|schädel

      Lückenschädel.

    • Wach-Schlaf-Rhythmus
      • Englischer Begriff: wake-sleep cycle

      durch das Schlafzentrum gesteuerter Wechsel zwischen Schlaf- u. Wachzustand; s.a. zirkadianer Rhythmus.

    • Wachanfall
      • Wach|anfall

      • Englischer Begriff: sleep paralysis

      nichtepileptischer Anfall als Erwachen aus dem nächtlichen Schlaf mit Tonusverlust der Muskulatur; meist im Zusammenhang mit Narkolepsie (Gegenstück zum Schlafanfall); auch als Psychopharmaka-Effekt.

    • Wachkoma
    • Wacholderbeere
    • Wachs
        • 1)
          Bienenwachs (Cera flava)... (mehr)
        • 2)
          dem Bienenwachs ähnliche natürliche u. teil- bis vollsynthetische Stoffe... (mehr)
        • 3)
          im Wachs vorkommende Ester höherer Fettsäuren, mit langkettigen aliphatischen... (mehr)
      • Wachs 1)
        Wachs
        • 1)

        Bienenwachs (Cera flava).

      • Wachs 2)
        Wachs
        • 2)

        dem Bienenwachs ähnliche natürliche u. teil- bis vollsynthetische Stoffe.

      • Wachs 3)
        Wachs
        • 3)

        • Englischer Begriff: wax

        im Wachs vorkommende Ester höherer Fettsäuren, mit langkettigen aliphatischen 1-wertigen Alkoholen.

      • wachsartige Degeneration
        • Englischer Begriff: waxy degeneration

        s.u. Degeneration; s.a. Amyloidose; Wachsleber.

      • Wachskrebs
        • Wachs|krebs

        berufsbedingtes Hautkarzinom durch auch in „völlig gereinigten“ Petroleumwachsen enthaltene Karzinogene.

      • Wachsleber
        • Wachs|leber

        • Englischer Begriff: waxy liver; w. spleen; w. kidney

        die im blutleeren Zustand wachsartig transparente Leber. Analog: Wachsmilz, -niere. S.a. Amyloidose.

      • Wachstation
        • Wach|station

        • Englischer Begriff: recovery room

        Funktionseinheit, in der Patienten mit erhöhtem personellem und apparativem Aufwand überwacht werden können. In Ausstattung u. Aufbau der Intensivstation entsprechend, jedoch meist ohne Beatmungsmöglichkeit.

      • Wachstum
        • Wachs|tum

        • Englischer Begriff: growth

        Grundeigenschaft des lebenden Organismus, durch Umwandlung aufgenommener körperfremder Stoffe in körpereigene, seine Substanz zu vermehren. Ein über Zellteilung erfolgender anaboler (Anabolismus), bei Warmblütern auf das Jugendalter beschränkter Prozess (ergänzt durch im Wesentlichen allgemein lebenslängliche Möglichkeit der Zellerneuerung). Die Größenzunahme erfolgt durch An- u./oder Zwischenlagerung neuer Zellen (d.h. appositionell bzw. interstitiell). Das W. ist beim Menschen hormonal gesteuert (jedoch mit Auswirkung erblicher, Stoffwechsel- u. äußerlicher Faktoren) u. erfolgt in Bezugnahme auf den Gesamtbauplan als normales W. unter strenger Einhaltung der Organ-Gewebegrenzen; es wird unterschieden auch als Mengen- u. als Längen-W., die periodisch wechseln (Fülleperiode, Streckphase). S.a. Wachstums...

      • Wachstum, destruktives
        Wachstum
        • W., destruktives

        das infiltrierende Wachstum mit schwerer Gewebs-, Zellschädigung. Eine charakteristische Eigenschaft bösartiger Tumoren.

      • Wachstum, expansives
        Wachstum
        • W., expansives

        • Englischer Begriff: expansive growth

        verdrängendes Wachstum gutartiger Tumoren, das zum Untergang des komprimierten spezifischen Gewebes (Parenchym) der Nachbarorgane führt. Bisweilen bildet sich dabei aus dem verdrängten Organ eine „Tumorkapsel“ (z.B. bei der benignen Prostatahyperplasie). S.a. Infiltration.

      • Wachstum, invasives
        Wachstum
        • W., invasives

        Invasion (1).

      • Wachstum, pathologisches
        Wachstum
        • W., pathologisches

        autonomes, nicht den natürlichen Steuerungsmechanismen unterworfenes W., insbesondere das der Tumoren (Neoplasma; s.a. Surveillance). Es erfolgt expansiv, evertierend oder exstruktiv oder aber – bei Bösartigkeit – infiltrativ, invasiv, destruierend.

      • Wachstumsbeschleunigung
        • Wachstums|beschleunigung

        • Englischer Begriff: acceleration of growth

        Akzeleration.

      • Wachstumsfaktoren
        • Wachstums|faktoren

        • Synonyme: Wuchsstoffe

        • 1)
          das Wachstum fördernde, für den Zellen-, Gewebeaufbau notwendige Stoffe... (mehr)
        • 2)   Tabelle
          Proteine, die die Zellproliferation u. Differenzierung durch Bindung an... (mehr)
        • 3)
          W. für das Bakterienwachstum, v.a... (mehr)
      • Wachstumsfaktoren 1)
        Wachstumsfaktoren
        • 1)

        das Wachstum fördernde, für den Zellen-, Gewebeaufbau notwendige Stoffe; außer ausreichender Nahrung v.a. Vitamine, Mineralien, essentielle Amino- u. Fettsäuren.

      • Wachstumsfaktoren 2)
        Wachstumsfaktoren
        • 2)

        • Synonyme: growth factors; GF (Abk.)

        • Fach: Biochemie

        Tabelle

        Proteine, die die Zellproliferation u. Differenzierung durch Bindung an spezifische Rezeptoren fördern, mit stimulierender Wirkung auf die DNS-Synthese. S.a. Zytokine, Lymphokine, Interleukine. Dazu gehören der epidermal growth factor), der Nerven-Wachstumsfaktor; hämatopoetische W. (z.B. CSF, Erythropoietin). Weitere s. Tab.

      • Wachstumsfaktoren 3)
        Wachstumsfaktoren
        • 3)

        • Fach: Bakteriologie

        W. für das Bakterienwachstum, v.a. als Zusatzstoffe für das Wachstum bestimmter Bakteriengattungen (z.B. der Faktor X, ein thermostabiles Hämin aus Erythrozyten als W. für Haemophilus).

      • Wachstumshemmung
        • Wachstums|hemmung

        • Englischer Begriff: growth retardation; g. inhibition

        s.u. Retardierung, Wachstumsstörung. S.a. Zytostatika.

      • Wachstumshormon
        • Wachstumshormon

        • Englischer Begriff: growth hormone

        Somatotropin, botan Auxin.

      • Wachstumsperiode
        • Wachstums|periode

        • Synonyme: -phase

        • Englischer Begriff: growth period; g. phase

        s.u. Wachstum. S.a. Bakterienwachstum.

      • Wachstumsproportionen
        • Wachstums|proportionen

        • Fach: Pädiatrie

        Abbildung

        die durch die unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit der Körperteile bedingte alterstypische Körperproportionierung des Kindes (ausgedrückt in „Kopfhöhen“, Abb.) als wesentlicher Teil des Gestaltwandels.

      • Wachstumsschub
        • Wachstums|schub

        mit Beginn der Pubertät eintretende Beschleunigung des Längenwachstums auf Werte von 8–12 cm/Jahr (bis dahin 4–6 cm/Jahr); bedingt durch Androgene, v.a. Testosteron im Zusammenwirken mit Wachstumshormon (Somatotropin) u. Schilddrüsenhormon.

      • Wachstumsstörung
        • Wachstums|störung

        • Englischer Begriff: disturbance of growth

        krankhafte (v.a. endokrin oder durch Chondroosteodysplasie bedingte) Abweichung des Körperwachstums von der Norm; v.a. als Minder- bzw. Kleinwuchs und als Hochwuchs (Großwuchs u. Riesenwuchs). Evtl. als Halbseiten-W. I.w.S. auch die gestörte Größenentwicklung von Organen (Hypoplasie; s.a. Epiphyseodese).

      • Wachstumszone
        • Wachstums|zone

        • Englischer Begriff: growth plate

        die Knorpelzone zwischen der späteren Dia- (bzw. Meta-) u. Epiphyse der Röhrenknochen, in der der Knorpel wächst („enchondrales Wachstum“), zugleich aber auch abgebaut u. durch Knochengewebe ersetzt wird; s.a. röntg Intermediärstreifen, Epiphysenfuge.

      • Wachszylinder
        • Wachs|zylinder

        • Englischer Begriff: waxy cast

        • Fach: Urologie

        Abbildung

        gelblich-wächserne, mehrfach gekerbte (Querrisse), meist große u. breite, gegen Säuren widerstandsfähige Harnzylinder; v.a. bei Nephrose u. zu Beginn der akuten, diffusen Glomerulonephritis.

      • Wachtelschlagton
        • Wachtel|schlagton

        Mitralöffnungston.

      • Wachzentrum
        • Wach|zentrum

        das „Schlaf-Wach-Zentrum“ (s.u. Schlafzentrum).

      • Wackelgelenk
        • Wackel|gelenk

        • Englischer Begriff: flail joint

        Schlottergelenk; s.a. Wackelknie.

      • Wackelknie
        • Wackel|knie

        • Synonyme: Genu laxum

        • Englischer Begriff: flail knee joint

        angeborenes oder erworbenes Knie-Schlottergelenk (z.B. bei Bindegewebsschwäche bzw. nach Unfall, Entzündung, Muskellähmung) mit Störungen der Gewebetrophik (z.B. bei Tabes dorsalis). Klinik: abnorme Gelenkbeweglichkeit, Gehunsicherheit (v.a. bergab), evtl. Reizerguss, Gelenkschmerzen.

      • Wackelportio
        • Wackel|portio

        • Englischer Begriff: mobile portio

        gyn Gauss-Zeichen (1).

      • Wada-Test
        • Wada-Test

        • Englischer Begriff: Wada test

        • Biogr.: J. A. W., zeitgenöss. jap.-kanad. Neurologe

        Methode zur Beurteilung der Sprachlateralität der Gehirnhemisphären; dabei wird durch Injektion eines Barbiturats in die rechte bzw. linke A. carotis jeweils eine Hirnhälfte betäubt. Bei Lähmung einer Hemisphäre kann die andere auf Sprache, Wahrnehmung u. Gedächtnis geprüft werden. Der Test kann vor schwerwiegenden neurochirurgischen Eingriffen oder einseitiger Elektrokrampftherapie durchgeführt werden.

      • Wadenbein
        • Waden|bein

        • Englischer Begriff: fibula

        Fibula.

      • Wadenkrampf
        • Waden|krampf

        • Englischer Begriff: calf cramp

        durch Hypoxie ausgelöste schmerzhafte Verkrampfung der Wadenmuskulatur (Musculus triceps surae); v.a. bei Durchblutungsstörung, Überanstrengung; wird durch Krampfadern begünstigt. S.a. Crampussyndrom.

      • Wadenschmerz
        • Waden|schmerz

        • Englischer Begriff: calf pain

        Spontanschmerz in der Wadenmuskulatur. Als Leitsymptom bei tiefer Beinvenenthrombose (Ruheschmerz); Claudicatio intermittens, Pes planus (Bewegungsschmerz). Ferner z.B. bei Cholera, Weil-Krankheit.

      1 2 318