Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

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  • Wasserstoffionensekretion 1)
    Wasserstoffionensekretion
    • 1)

    der für die Salzsäurebildung nötige, ATP-abhängige aktive Transport von Wasserstoffionen (H+; aus spontaner Wasserdissoziation) in die Belegzellen der Magenschleimhaut (aus der Dissoziation verbleibende OH-Ionen werden durch Kohlensäure abgepuffert).

  • Wasserstoffionensekretion 2)
    Wasserstoffionensekretion
    • 2)

    • Englischer Begriff: hydrogen ion secretion

    der aktive Transport der durch Carbonatdehydratase freigesetzten Wasserstoffionen (H+) in die Lichtung der Nierentubuli u. – geringer – Sammelrohre im Rahmen der Wasserstoffionenausscheidung (s.a. Tubulusfunktionen, dort Abb.).

  • Wasserstoffperoxid
    • Wasserstoffperoxid

    • Synonyme: H2O2; Wasserstoffsuperoxid; Hydrogenium peroxydatum

    • Englischer Begriff: hydrogen peroxide

    Antiseptikum; Anw. in 3%iger Verdünnung zum Aufweichen verkrusteter Verbände und Reinigen vereiterter oder verschmutzter Wunden. Durch die Schaumbildung (hohe Katalaseaktivität des Eiters) indirekte Keimverarmung in der Wunde, keine direkte desinfizierende Wirkung.

  • Wasserstoß
    • Wasser|stoß

    • Englischer Begriff: dilution test

    Diurese-Provokation durch Trinkenlassen einer größeren Wassermenge, z.B. als Volhard-Verdünnungsversuch.

  • Wassersucht
    • Wasser|sucht

    • Englischer Begriff: dropsy

    • Fach: Pathologie

    Hydrops, Ödem.

  • Wassertherapie
    • Wasser|therapie

    Hydrotherapie.

  • Wassertreten
    • Wasser|treten

    • Englischer Begriff: water treading

    Kneipp-Anwendung als Umhergehen oder – im Sitzen – Füßebewegen in kaltem Fußbad (bis Mitte Unterschenkel); anschließendes Warm- u. Trockengehen.

  • Wasservergiftung
    • Wasser|vergiftung

    Wasserintoxikation.

  • Wassmund-Fraktur
    • Wassmund-Fraktur

    Mittelgesichtsfraktur-Typen; Typ II u. IV entsprechen dem Le-Fort-Typ II bzw. III; Typ I: Oberkieferaussprengung mit Frakturrändern von den Augenhöhlen zur Nasenapertur; Typ III ähnlich Le-Fort III.

  • Wasting-Syndrom
    • Synonyme: slim disease

    • Etymol.: engl. wasting = schwindend, Schwund

    bei Immundefekten (v.a. AIDS) auftretendes Krankheitsbild mit Gewichtsabnahme u. Substanzverlust (ähnl. Tumorkachexie), Fieber(schüben), Durchfällen; ggf. Wachstumsretardierung.

  • watchful waiting
    • Synonyme: wait and see; Surveillance-Strategie

    • Etymol.: engl.

    beobachtendes Zuwarten mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, z.B. bei bestimmten Malignomen in sehr frühem Stadium, um zu stark eingreifende Therapiemaßnahmen zu vermeiden.

  • Waterhouse
    • Waterhouse

    • Biogr.: 1) Benjamin W., 1754–1846, amerikan. Arzt; 2) Rupert W., 1873–1958, brit. Arzt

  • Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
    Waterhouse
    • W.-Friderichsen-Syndrom

    • Englischer Begriff: Waterhouse-Friderichsen syndrome

    • Biogr.: Rupert W.; Carl Fr.

    Abbildung

    höchst akute Meningokokkensepsis mit Versagen der Nebennierenrinde u. Kreislaufschock (funktionell oder durch hämorrhagischen Infarkt). Klinik: Erbrechen, hohes Fieber, meist auch meningeale Zeichen, Zyanose, rasch auftretende Blutungen (Petechien, Sugillationen; sog. intravitale Leichenflecken, Abb.), krisenartiges Kreislaufversagen, Koma. Betroffen sind ca. 10–20% der Patienten mit Meningokokkensepsis. Prognose sehr schlecht.

  • Waterhouse-Zeichen
    Waterhouse
    • W.-Zeichen

    • Biogr.: Benjamin W.

    Schmerzzunahme im Entzündungsherd nach Anlegen einer Staubinde als Hinweis auf Eiterbildung.

  • Waterston-Cooley-Anastomose
    • Waterston-Cooley-Anastomose

    • Englischer Begriff: Waterston-Cooley anastomosis

    operativer aortopulmonaler Shunt (intraperikardial) bei zyanotischen Herzfehlern (z.B. Fallot-Tetralogie). Führt zur Rezirkulation eines Teils des arteriellen Blutes in den Lungenkreislauf zwecks weiterer Sauerstoffbeladung (u. damit Minderung der Mischungszyanose).

  • Watschelgang
    • Watschel|gang

    • Englischer Begriff: waddling gait

    Bez. für eine Gangstörung mit Neigung des Beckens jeweils zur Seite des Spielbeins bei Schwäche der Glutealmuskeln; s.a. Trendelenburg-Zeichen.

  • Watson
    • Watson

    • Biogr.: 1) Cecil J. W., geb. 1901, Arzt, Minneapolis; 2) James D. W., geb. 1928, Zoologe, Biochemiker, Cambridge/Mass.; 1962 Nobelpreis für Medizin [zus. mit F. H. C. Crick u. M. H. F. Wilkins]

    • W.-Crick-Modell   Abbildung
      das räumliche Modell von reiner kristallisierter Desoxyribonucleinsäure... (mehr)
    • W.-Schwartz-Test
      qualitativer Porphobilinogen-Nachweis im Harn mit Ehrlich-Reaktion anhand... (mehr)
  • Watson-Crick-Modell
    Watson
    • W.-Crick-Modell

    • Englischer Begriff: Watson-Crick model

    • Biogr.: James D. W.

    Abbildung

    das räumliche Modell von reiner kristallisierter Desoxyribonucleinsäure (DNS) als schraubenförmige Konfiguration der beiden komplementären, durch Wasserstoffbrücken zwischen den Basenpaaren Adenin/Thymin bzw. Guanin/Cytosin verbundenen Polynucleotidstränge als „Doppelhelix“; Abb.

  • Watson-Schwartz-Test
    Watson
    • W.-Schwartz-Test

    • Englischer Begriff: Watson-Schwarz test

    • Biogr.: Cecil J. W.

    qualitativer Porphobilinogen-Nachweis im Harn mit Ehrlich-Reaktion anhand der – primär auch bei anderen Stoffen auftretenden – Rötung der Probe, die bei positivem Befund auch nach Ausschütteln (mit Chloroform) eine unveränderte Farbe der wässrigen Phase aufweist.

  • Watson//Jones-Krankheit
    • Watson-Jones-Krankheit

    • Biogr.: Sir Reginald W.-J., geb. 1902, Orthopäde, Liverpool, London

    Grisel-Syndrom.

  • Watsonius watsoni
    • Watsonius watsoni

    parasitärer Trematode [Paramphistomatidae] des oberen Dünndarms (Wurmbefall verbreitet in Afrika).

  • Watt
    • Watt

    • Englischer Begriff: watt

    nach James W. (1736–1819, Ingenieur, Glasgow, Birmingham) benannte Einheit der Leistung; 1 W = 1 Joule (J)/s (= 107 Erg/s). – Als Einheit der elektrischen Leistung 1 W = 1 Volt · 1 Ampere (1 kW = 1,36 PS); s.a. Wattsekunde.

  • Wattekragen
    • Watte|kragen

    aus Watte (s.u. Gossypium) gefertigter Entlastungs- u. Ruhigstellungsverband für die Halswirbelsäule; Schanz-Verband.

  • Wattsekunde
    • Watt|sekunde

    • Englischer Begriff: watt-second

    Leistung eines elektr. Stromes von 1 W während 1 Sekunde; 1 Ws = 1 Joule. – 1 Kilowattstunde = 3,6 · 106 J.

  • wave
    • Etymol.: engl.

    „Welle“ , v.a. im EEG.

  • Wb
    • Fach: Physik

    Abk. für Weber.

  • WBE
  • WDB
  • WDHA-Syndrom
    • Synonyme: WDHH-S.; Abk. für water diarrhea hypokalemia achlorhydria; Abk. für water diarrhea hypokalemia hyperglycemia

    • Etymol.: engl.

    s.u. Verner-Morrison-Syndrom.

  • Weber
    • Synonyme: Wb (Abk.)

    • Englischer Begriff: weber

    SI-Einheit des magnetischen Flusses (der – bei gleichmäßigem Absinken auf Null während 1 Sek. – in einer ihn umschlingenden Windung die Spannung 1 Volt induziert).

  • Weber
    • Weber

    • Biogr.: 1) Ernst H. W., 1795–1878, Anatom, Physiologe, Leipzig; 2) Frederick Parkes W., 1863–1962, Arzt, London; 3) Hermann W., geb. 1865, Internist, Berlin; 4) Sir Hermann D. W., 1823–1918, dt. Arzt, London; 5)Wilhelm W., 1872–1928, dt. Chirurg

  • Weber-Bock
    Weber
    • W.-Bock

    Jargonbez. für ein spezielles Extensionsgerät für die Behandlung von Beinfrakturen.

  • Weber-Christian-Krankheit
    Weber
    • W.-Christian-Krankheit

    • Englischer Begriff: Weber-Christian disease

    • Biogr.: Frederick Parkes W.

    Pfeifer-W.-Christian-Syndrom.

  • Weber-Einteilung
    Weber
    • W.-Einteilung

    • Biogr.: Wilhelm W.

    Einteilungsschema für Knöchelbrüche.

  • Weber-Gesetz
    Weber
    • W.-Gesetz

    • Englischer Begriff: Weber's law

    • Biogr.: Ernst H. W.

    Gesetzmäßigkeit, wonach der Zuwachs eines Reizes, der eine eben merkliche Verschiedenheit der Empfindung bewirkt, stets den gleichen Bruchteil der Größe des Anfangsreizes beträgt. S.a. Fechner-Gesetz.

  • Weber-Krankheit
    Weber
    • W.-Krankheit

    • Biogr.: Frederick Parkes W.

    Osler-Rendu-W.-Syndrom.

  • Weber-Ramstedt-Operation
    Weber
    • W.-Ramstedt-Operation

    • Englischer Begriff: Ramstedt's operation

    • Biogr.: Wilhelm W.

    s.u. Ramstedt.

  • Weber-Schumm-Blutnachweis
    Weber
    • W.-Schumm-Blutnachweis

    • Synonyme: Deen-W.-Test

    • Englischer Begriff: guaiac test

    • Biogr.: Hermann W.

    Guajakprobe auf okkultes Blut im Magensaft.

  • Weber-Syndrom
    Weber
    • W.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Weber's syndrome

    • 1)
      Hemiplegia alternans bei Mittelhirnschädigung im Ventralbereich der Großhirnschenkel... (mehr)
    • 2)
      Sturge -W... (mehr)
    • 3)
      Klippel-Trenaunay-Sy... (mehr)
  • Weber-Syndrom 1)
    Weber  >  Weber-Syndrom
    • 1)

    • Synonyme: Hemiplegia alternans oculomotorica superior

    • Biogr.: Sir Hermann D. W.

    Hemiplegia alternans bei Mittelhirnschädigung im Ventralbereich der Großhirnschenkel (Pedunculi cerebri; dort Wurzelfasern des III. Hirnnervs u. noch ungekreuzte Pyramidenbahn nahe beieinander liegend). Klinik: schlaffe gleichseitige Okulomotoriuslähmung, spastische Fazialis- u. Hypoglossusparese, spastische Hemiplegie.

  • Weber-Syndrom 2)
    Weber  >  Weber-Syndrom
    • 2)

    • Biogr.: Frederick Parkes W.

    Sturge -W.(-Krabbe-Dimitri)-Sy.

  • Weber-Syndrom 3)
    Weber  >  Weber-Syndrom
    • 3)

    • Biogr.: Frederick Parkes W.

    Klippel-Trenaunay-Sy.

  • Weber-Versuch
    Weber
    • W.-Versuch

    • Englischer Begriff: W.'s test for hearing

    • Biogr.: Ernst H. W.

    Aufsetzen einer schwingenden Stimmgabel auf den Probandenscheitel zur Differentialdiagnostik einseitiger Schallleitungs- u. Schallempfindungsschwerhörigkeit: Bei Ersterer (z.B. infolge Mittelohrerkrankung) wird der Ton auf der kranken Seite stärker empfunden, bei Letzterer auf der anderen („Weber in das kranke“ bzw. „in das gesunde Ohr lateralisiert“), neuerdings als „audiometrischer W.-V.“ mit Knochenleitungshörer.

  • Weberhusten
    • Weber|husten

    • Englischer Begriff: weaver's cough

    bei Baumwollwebern epidemisch vorkommende akute Erkrankung mit Fieberschüben u. Hustenanfällen mit Auswurf u. Atemnot. Wahrscheinlich allergische Reaktion auf schimmeligen Gespinsten anhaftende Pilze (Penicillium, Aspergillus); oft Übergang in chronisch-asthmatische Zustände. S.a. Byssinose.

  • Wechseldiät
    • Wechsel|diät

    • Englischer Begriff: alternating diet

    Schaukeldiät.

  • Wechseldruckbeatmung
    • Wechsel|druck|beatmung

    • Englischer Begriff: positive-negative pressure breathing; PNPB (Abk.)

    „alternierend positive-negative“ („APN“) Druckbeatmung, bei der die Einatmung durch Druck erfolgt u. die Ausatmung durch eine den Überdruckeffekt kompensierende, den mittl. Beatmungsdruck auf oder nahe Null senkende negative Druckphase unterstützt wird. Begünstigt den – bei rein positiver Druck- oder nicht alternierender Druck-Sog-Beatmung behinderten – venösen Blutrückstrom zum Herzen. Das Verfahren hat heute wegen der möglichen Atelektasenbildung durch den Sog keine Bedeutung mehr.

  • Wechselfieber
    • Wechsel|fieber

    • Englischer Begriff: relapsing fever

    Malaria; i.w.S. Fieber mit phasischem Wechsel (z.B. Febris intermittens).

  • Wechselfieber, Russisches
    Wechselfieber
    • W., Russisches

    • Englischer Begriff: Russian r. f

    Wolhynisches Fieber.

  • Wechselgebiss
    • Wechsel|gebiss

    • Englischer Begriff: mixed dentition; deciduous d.

    das Gebiss während des Zahnwechsels (Milchzähne = „Wechselzähne“).

  • Wechseljahre
    • Wechsel|jahre

    • Englischer Begriff: perimenopausal years

    Klimakterium.

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