Medizin-Lexikon: Einträge mit "W"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Wechselschnitt
    • Wechsel|schnitt

    • Fach: Chirurgie

    Bauchwandschnitt mit schichtweiser Durchtrennung: Haut entlang den Spaltlinien bzw. einer natürlichen Furche; dann Muskelschichten (u. Aponeurosen) entsprechend dem Faserverlauf. Anw. v.a. für Appendektomie („Bratrost-“, „Zickzackschnitt“ nach McBurney-Sprengel).

  • Wechselstrom
    • Wechsel|strom

    • Englischer Begriff: alternating current

    elektrischer Strom, dessen Momentanwert einer periodischen Zeitfunktion folgt, wobei das arithmetische Mittel über eine Periode 0 betragen u. der Strom periodisch seine Richtung ändern muss. Meist als sinusförmiger W.

  • Wechselstromreizung
    • Wechselstrom|reizung

    elektrische Reizung von Geweben, z.B. Muskeln, Nerven, mit in seiner Polarität sinusförmig wechselndem Strom. Die Reizung mit schwachen Strömen in der physikalischen Therapie verwendet. Wechselstromreizung sehr hoher Frequenz (10 kHz u. mehr) vermag wegen der kurzen Halbwellendauer der Ströme das Gewebe nicht mehr zu erregen; es wird nur Wärme produziert. S.a. Hochfrequenztherapie.

  • Wechselstromunfall
    • Wechsel|stromunfall

    • Englischer Begriff: alternating current accident

    elektrischer Unfall durch Wechselstromeinwirkung. Klinik: Symptome sind (je nach Stromstärke u. Spannung) Greifkrämpfe mit „Kleben“ am Strom führenden Gegenstand (führen u.U. zu Muskelrissen, Frakturen), Extrasystolen u. Vorhofflimmern, Kammerflimmern; elektrothermische Effekte wie Strommarken, Weichteilnekrosen bis -verkohlungen.

  • Wechselwirkung
    • Wechsel|wirkung

    • Englischer Begriff: interaction

    • 1)
      die gegenseitige physikochemische Einwirkung von Atomen oder Molekülen... (mehr)
    • 2)
      Interaktion; das Aufeinandereinwirken zweier oder mehrerer Menschen... (mehr)
    • 3)
      „Phänomen der veränderten Arzneimittelwirkung“ (i.S... (mehr)
  • Wechselwirkung 1)
    Wechselwirkung
    • 1)

    • Fach: Biochemie

    die gegenseitige physikochemische Einwirkung von Atomen oder Molekülen aufgrund apolarer (z.B. van-der-Waals-Kräfte) oder polarer Kräfte (Dipolkraft, Wasserstoffbrücke); z.B. serol als Antigen-Antikörper-Reaktion.

  • Wechselwirkung 2)
    Wechselwirkung
    • 2)

    • Fach: Psychologie

    Interaktion; das Aufeinandereinwirken zweier oder mehrerer Menschen.

  • Wechselwirkung 3)
    Wechselwirkung
    • 3)

    • Fach: Pharmazie

    „Phänomen der veränderten Arzneimittelwirkung“ (i.S. von Synergismus u. Antagonismus, Verzögerung u. Beschleunigung, qualitativer u. quantitativer Abwandlung etc.) bei gleichzeitiger oder aufeinander folgender Gabe verschiedener Mittel. Die Änderung erfolgt pharmakodynamisch oder -kinetisch (durch Änderung der Absorption, Verteilung im Organismus, Biotransformation u. Ausscheidung) oder über Stoffwechselbeeinflussung. Ursprünglich Begriff für alle Nebenwirkungen (weitgehend identisch mit Interferenz).

  • Wechselzahl
    • Wechsel|zahl

    • Fach: Biochemie

    turn-over number.

  • Wechsler-Test
    • Wechsler-Test

    • Englischer Begriff: Wechsler intelligence scale

    • Biogr.: David W., 1896–1981, Psychologe, New York

    s.u. Hamburg-Wechsler.

  • Weckamine
    • Weckamine

    • Synonyme: Weckmittel

    • Englischer Begriff: sympathomimetic amines

    zu den Psychotonika zählende anregende Mittel (Stimulantia; s.a. Euphorika, Psychoanaleptika) mit sympathomimetischer Wirkung u. suchtfördernden Eigenschaften (Prototyp: Pervitinsucht; sofortiger Entzug führt zu längerem Schlaf, Mattigkeit, Abgeschlagenheit, evtl. zu psychotischen Erscheinungen); Wirkst.: v.a. Amphetamine.

  • Weckeffekt
    • Weck|effekt

    arousal reaction („Weckreaktion“).

  • Weckreaktion
    • Weck|reaktion

    s.u. arousal reaction.

  • Wedge-Druck
    • Etymol.: engl. wedge = Verschluss

    Abbildung

    Bez. für den pulmonal-kapillären Verschlussdruck (engl. PCWP = pulmonary capillary wedge pressure). Der W. wird über den Swan-Ganz-Einschwemmkatheter gemessen u. ist ein Maß für den Füllungsdruck des linken Ventrikels. Normwert: 5–16 mmHg. Besondere Bedeutung hat der W. zur Beurteilung des Grades einer Herzinsuffizienz; s.a. Swan-Ganz-Katheter.

  • wedging
    • Etymol.: engl.

    das Verkeilen eines Katheters in einem Ast der A. pulmonalis zur Messung des Wedge-Druckes.

  • WEE
    • Englischer Begriff: WEE

    Abk. für Western equine encephalomyelitis.

  • Weeks-Bazillus
    • Weeks-Bazillus

    • Englischer Begriff: Week's bacillus

    s.u. Koch-Weeks.

  • Weens-Silverman-Syndrom
    • Weens-Silverman-Syndrom

    Bandscheibenverkalkung (meist nur des Anulus fibrosus) im Halswirbelsäulenbereich im Kindesalter.

  • Wegener-Granulomatose
    • Wegener-Granulomatose

    • Synonyme: W.-Syndrom; W.-Klinger-Churg-Syndrom

    • Englischer Begriff: Wegener's granulomatosis

    • Biogr.: Friedr. W., 1907–1990, Pathologe, Berlin, Breslau, Lübeck

    Abbildung

    fortschreitende nekrotisierende Granulomatose der oberen Luftwege u. der Lungen als maligne Sonderform der Periarteriitis nodosa (Abb.) mit diffuser, lichtungsverlegender Vaskulitis der Gefäße; Aneurysmenbildung meist an den kleineren u. mittleren Arterien, seltener auch an der Aorta durch zirkumskripte Gefäßwandnekrosen. Klinik: Rhinitis u. Sinusitis (mit blutigen Absonderungen, Krustenbildung, Nasenbluten), Hämoptysen, Hautblutungen; Haut- u. Schleimhautulzera, Lungeninfiltrate, Polyarthritis, Nephritis, am Auge Skleritis. Verlauf ernst (durch Blutung, Kachexie, Pneumonie, fortschreitende Niereninsuffizienz).

  • Wegwartenwurzel
  • Wehen
    • Wehen

    • Synonyme: Labores

    • Englischer Begriff: labor (pains)

    Abbildung

    mehr oder minder schmerzhafte Gebärmutterzusammenziehungen, unterschieden als Schwangerschafts-, Senk(ungs)-, Vor-, Geburts-, Nachgeburts-, Nachwehen. Dauer, Frequenz, Stärke u. Intervalle sind abhängig von jeweiliger Schwangerschafts- bzw. Geburtsphase. Geburtswehen entstehen v.a. als Folge des Absinkens der Progesteronproduktion der Plazenta u. Wegfalls der bis dahin wirksamen fermentativen Hemmung des Oxytocins. Gleichzeitig steigt die Anregung der Gebärmutter durch Follikelhormon. Es kommt zu Zusammenziehungen (Kon- u. Retraktion) der Gebärmutterkörpermuskulatur, die zunächst zu passiver Dehnung des unteren Uterinsegments u. der Zervix führen (unter Bildung des Kontraktionsringes). Dabei zunehmend Dehnung des Beckenbodens u. Anspannung des Band- u. Haftapparates der Gebärmutter (s.a. Abb.). In der Austreibungsphase kommen Kontraktionen der Bauchmuskulatur hinzu. Dauer der Einzelwehe normal ca. 25–60 Sek. (ab 40 Sek.: „lang“). Frequenz: zu Beginn der Eröffnungsperiode 2–3/30 Min., dann ca. 3/10 Min., schließlich etwa 3/Min. (v.a. unter Verkürzung der Wehenpause). Werden gesteuert durch weitgehend autonome nervöse Regulation: Zusammenwirken hemmender sympathischer u. fördernder parasympathischer Fasern (Plexus hypogastricus bzw. Nervi pelvici) u. Druckrezeptoren der Muskulatur, sog. Frankenhäuser-Ganglion. Der Gebärmutterinhalt wird einem ansteigenden Druck ausgesetzt, der nach einem Höhepunkt („Akme“) wieder abfällt. Dieser Druck ist annähernd abschätzbar anhand des durch die Bauchdecken fühlbaren Konsistenzwechsels u. objektiv messbar mittels intrauteriner Drucksonde. S.a. Presswehen, Uterusspasmus, Dip.

  • Wehen, frustrane
    Wehen
    • W., frustrane

    • Englischer Begriff: missed l.

    W. ohne Effekt an der Zervix.

  • Wehen, vorzeitige
    Wehen
    • W., vorzeitige

    • Englischer Begriff: premature l.

    Eröffnungswehen vor dem Geburtstermin bzw. vor Erreichung der biologischen Reife.

  • Wehendauer
    • Wehen|dauer

    • Synonyme: -frequenz

    • Englischer Begriff: length of labor; frequency of labor

    s.u. Wehen.

  • Wehenhemmung
    • Synonyme: Tokolyse

    • Englischer Begriff: arresting labor

    künstliches Aufheben der Wehentätigkeit (d.h. Erzielen von Wehenruhe) durch Gaben gebärmuttererschlaffender = uterusrelaxierender Mittel (= Tokolytika); z.B. bei drohender Frühgeburt.

  • Wehenmessung
    • Wehen|messung

    • Englischer Begriff: measuring of uterine contractions; tocodynamometry

    Kontrolle der Wehenintensität; durch externe Tokographie oder durch extra- oder intraamniale Druckmessung (= Tokodynamometrie).

  • Wehenmittel
    • Englischer Begriff: oxytocics; parturifacients

    Mittel, die die Wehentätigkeit anregen; Anw. v.a. zur Geburtseinleitung; Wirkst.: Oxytocin, Prostaglandine; in der (Post-)Plazentarperiode u. im Puerperium auch Mutterkornalkaloide (Methylergometrin). – I.w.S. auch Mittel zur Wehenhemmung (Tokolytica).

  • Wehenregistrierung
    • Wehen|registrierung

    • Englischer Begriff: monitoring of labor

    Aufzeichnung (meist in Kurvenform) von Wehenhäufigkeit/Zeiteinheit, allgemein – i.S. der Geburtsverlaufskontrolle – als Partographie, d.h. ergänzt durch Angaben über Weite des Muttermundes (Parameter der Wehenwirksamkeit) u. Tiefertreten des Schädels einschließlich Rotation (Geburtsfortschrittsregistrierung). S.a. Wehenschreibung.

  • Wehenruhe
    • Wehen|ruhe

    s.u. Wehenhemmung.

  • Wehenschema
    • Wehen|schema

    Schema für die Verabfolgung von Wehenmitteln zur Auslösung künstlicher Wehen zwecks Geburtseinleitung oder zur Einleitung eines Aborts (bei Abortus incipiens). Im ersteren Fall als i.v. Dauertropfinfusion.

  • Wehenschreibung
    • Wehen|schreibung

    • Englischer Begriff: tocography; recording of labor

    apparative Registrierung der Wehentätigkeit, z.B. mittels Tokodynamometer (Tokometrie; s.a. Wehenmessung) oder Hysterotonographen (deren den Bauchdecken aufgelegtes Plattenteil Tonusschwankungen der Gebärmutter auf einem Manometer anzeigt bzw. am Kymographen registriert); s.a. Wehenregistrierung.

  • Wehenschwäche
    • Wehen|schwäche

    das Fehlen von Wehen oder ihr zu schwaches oder zu kurzes Auftreten während der Geburt.

  • Wehenschwäche, primäre
    Wehenschwäche
    • W., primäre

    W. von der Eröffnungsperiode an, z.B. bei Hydramnion, nach zahlreichen vorausgegangenen Schwangerschaften.

  • Wehenschwäche, sekundäre
    Wehenschwäche
    • W., sekundäre

    • Englischer Begriff: bradytocia; uterine inertia (primary; secondary)

    Ermüdungsschwäche der Gebärmuttermuskulatur; u.a. nach künstlicher Weheneinleitung sowie bei Geburtshindernissen u. Anomalien des Geburtsmechanismus.

  • Wehensturm
    • Wehen|sturm

    • Englischer Begriff: uterine tetany

    fortschreitend heftigere Wehenintensität u. -frequenz unter Anstieg der Grundspannung durch Aufpfropfung der nächsten Wehe auf die vorangehende. Der Bandl-Kontraktionsring steigt nabelwärts (Anzeichen für drohende Uterusruptur bzw. Tetanus uteri).

  • Weichselbaum-Diplococcus
    • Weichselbaum-Diplococcus

    • Biogr.: Anton W., 1845–1920, Pathologe, Wien

    • 1)
      Neisseria meningitidis... (mehr)
    • 2)
      als Fränkel-W... (mehr)
  • Weichselbaum-Diplococcus 1)
    Weichselbaum-Diplococcus
    • 1)

    • Englischer Begriff: Weichselbaum's coccus

    Neisseria meningitidis.

  • Weichselbaum-Diplococcus 2)
    Weichselbaum-Diplococcus
    • 2)

    • Englischer Begriff: Fraenkel-W. pneumococcus

    als Fränkel-W.-D. der Streptococcus pneumoniae.

  • Weichstrahltechnik
    • Weichstrahl|technik

    • Englischer Begriff: low kilovoltage technique

    Röntgenaufnahmetechnik mit Betriebsspannungen von 20–40 kV; geeignet v.a. zur kontrastreichen Darstellung von Weichteilen (z.B. bei Mammographie).

  • Weichteilansatzrohr
    • Weichteil(ansatz)rohr

    • Englischer Begriff: terminal portion of birth canal

    • Fach: Geburtshilfe

    Abbildung

    die gegen Ende der Austreibungsperiode aus Beckenboden u. Vulva geformte Muskelröhre (Abb.) als bogenförmig nach symphysenwärts gerichtetes Ende des Geburtsschlauches; s.a. Weichteilschwierigkeiten.

  • Weichteile
    • Weich|teile

    • Englischer Begriff: soft tissues

    • Fach: Anatomie

    die nichtknöchernen Teile des Körpers (Muskeln, Sehnen, Fett- u. Bindegewebe, Nerven, Gefäße); i.e.S. die das Knochengerüst bedeckenden Gewebe u. Organe.

  • Weichteilrheumatismus
    • Weichteil|rheumatismus

    Tendomyopathie, generalisierte.

  • Weichteilsarkome
    • Weichteil|sarkome

    s.u. Sarkom.

  • Weichteilschwierigkeiten
    • Weichteil|schwierigkeiten

    • Englischer Begriff: soft tissue dystocia

    den Geburtsablauf störende, verzögerte oder unzureichende Erweiterung bzw. Öffnung des „weichen“ Geburtskanals (= Weichteilschlauch: der Zervixkanal einschließlich Vagina u. Weichteilansatzrohr).

  • Weichteiltechniken
    • Weichteil|techniken

    • Englischer Begriff: soft tissue techniques

    vorwiegend passive Muskel- u. Bindegewebsmassagen, die als vorbereitende und/oder begleitende Maßnahmen in der manuellen Medizin eingesetzt werden.

  • Weidenrinde
    • Weiden|rinde

    Cortex Salicis (s.u. Salix).

  • Weigert
    • Weigert

    • Biogr.: Carl W., 1845–1904, Histo- u. Pathologe, Leipzig, Frankfurt/M.

  • Weigert-Färbung
    Weigert
    • W.-Färbung

    • Englischer Begriff: Weigert's stain

    • 1)
      außer der Gram-W... (mehr)
    • 2)
      selektive Färbung elastischer Fasern (mit Resorcin-Fuchsin)... (mehr)
  • Weigert-Färbung 1)
    Weigert  >  Weigert-Färbung
    • 1)

    • Fach: Bakteriologie

    außer der Gram-W.-Färbung (Bakterien violett, Fibrin blau, Bindegewebe rot) die alleinige Bakteriendarstellung, z.B. mit alkoholischer Gentianaviolett-Lösung (mit Ammoniakzusatz) oder alkoholischer Fuchsin-Lsg. oder konzentrierter alkoholischer Methylviolett-Lsg. (u. Anilinwasser).

  • Weigert-Färbung 2)
    Weigert  >  Weigert-Färbung
    • 2)

    • Fach: Histologie

    selektive Färbung elastischer Fasern (mit Resorcin-Fuchsin). Ferner eine Markscheidenfärbung: Beizung mit Chromsalzen, Färbung mit Eisenhämatoxylin, Lithiumcarbonatbehandlung, Differenzierung mit Kaliumferricyanid-Borax (Markscheiden blauschwarz, Untergrund hellgelb).

1718