Infarkt

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  • Infarkt

  • Englischer Begriff: infarct(ion)

schnell erfolgter, umschriebener Untergang (Nekrose) eines Organs oder Gewebes infolge eines (sub)akuten, absoluten, zu Sauerstoffnot (Ischämie) führenden örtlichen Durchblutungsstopps. Entsteht wegen Verlegung der zuständigen Schlagader bei Fehlen eines kompensierenden Kollateralkreislaufs. Größe u. Form (meist keil- oder kegelförmig) entsprechen der Verzweigung des blockierten Gefäßabschnitts. Ätiol.: v.a. Embolie, Thrombose, Gefäßabklemmung, Endangiitis obliterans, Arteriosklerose. Patho.: Histologisch findet sich eine Koagulations- oder Kolliquationsnekrose im – nachgeschalteten – Versorgungsgebiet der anatomischen (z.B. bei Milz-, Nieren-, Lungen-, Leber-, Netzhautinfarkt) oder funktionellen Endarterie (z.B. bei Myokard-, Hirninfarkt; s.a. Harnsäure-, Lipoid-Kalk-, Plazentainfarkt).

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