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Invagination 2)

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Invaginatio(n)
  • 2)

  • Synonyme: Indigitation

  • Fach: Pathologie

Abbildung

Einstülpung eines Hohlorgan(teil)s in sich oder in ein Nachbarorgan. Ätiol.: i.e.S. die meist akute axiale I. eines Darmabschnitts (samt Gekröse) in die Lichtung des oral (aszendierende I.) oder häufiger aboral anschließenden Abschnitts, meist des Dünndarms in den Dickdarm (I. ileocolica). Tritt bevorzugt auf beim, v.a. ♂, Säugling u. Kleinkind. Die Entwicklung wird evtl. durch Meckel-Divertikel, Darmpolyp oder -zyste begünstigt und ist oft durch Stauungsödem, Infarzierung u. Gangrän kompliziert. Klinik: akuter, intermittierender Obturations-, später Strangulationsileus mit paradoxer Diarrhö, evtl. initial Blutabgang, oft tastbarer Tumor. Bei chronischer I. (mit kurzem Invaginat) keine Wandschädigung u. Strangulation (auch nach Wochen noch leicht reponibel). Ther.: bedarf meist der Frühoperation. Ist manchmal konservativ (Kontrasteinlauf) behebbar.

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