Ionentheorie der Erregung

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  • Ionen|theorie der Erregung

  • Englischer Begriff: ionic theory of excitation

Abbildung

(Hodgkin u. Huxley, Nobelpreis 1963) Die erregbare Membran von Nerven- u. Muskelzellen verfügt über selektiv für Na+-Ionen durchlässige Kanäle (Natrium-Kanäle) u. selektiv für K+-Ionen durchlässige Kalium-Kanäle. Die in Ruhe stärkere K+-Leitfähigkeit (mehr Kalium-Kanäle offen) ist für das Ruhepotential verantwortlich (Innenseite der Zellmembran –60 bis –90 mV gegenüber der Außenseite). Bei Erregung werden zunächst die Na-Kanäle geöffnet, die Natrium-Leitfähigkeit gNa steigt an (Abb.), u. es kommt zu einem Aktionspotential: Das Membranpotential wird kurzfristig positiv (Overshoot). Die Na-Kanäle verschließen sich rasch wieder, u. die Kalium-Kanäle werden geöffnet (gK steigt an), was zur Repolarisation der Zellmembran führt. – S.a. Erregung.

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