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Lungenembolie

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  • Lungen|embolie

  • Englischer Begriff: pulmonary embolism

Tabelle

Verstopfung einer Lungenarterie. Ätiol.: v.a. als Thrombembolie aus Schenkel- u. Beckenvenen sowie V. cava (ca. 90%), seltener aus dem rechten Herzen; aber auch durch Zellverband, Tumorfragmente, Luft (Luftembolie), Fetttröpfchen (Resorption in 2–3 Wo.) oder Fremdkörper. Eine der häufigsten Todesursachen (ca. 5–15% aller Sektionen), die v.a. bettlägerige Patienten (z.B. postoperativ, nach Unfällen) bedroht; Risikofaktoren für eine L. zeigt die Tab. Lokalis.: meist rechts u. peripher, aber auch im Truncus oder einem Hauptast (dann foudroyant u. letal: „Lungenschlag“, mit Rechtsherzversagen). Klinik: Kleinere L. können gänzlich unerkannt verlaufen, größere L. führen zu akutem Cor pulmonale (besonders gefährlich bei vorgeschädigtem Herzen); Brustschmerzen, Schocksymptome u. Dyspnoe können zur Fehldiagnose Myokardinfarkt verleiten. Ther.: Sauerstoffinsufflation, Herzglykoside, Sedativa, Schockbehandlung, u.U. Fibrinolyse, Heparin, Antikoagulanzien. Eine rechtzeitige Embolektomie (Trendelenburg-Operation) kann lebensrettend sein. Kompl.: Etwa 10% der L. führen zum Lungeninfarkt; als seltene Komplikation nach Einschmelzung des Infarkts Ausbildung einer Lungenkaverne. Bei thrombembolischer Krankheit (mit erhöhter Thromboseneigung) kann es zu rezidivierenden Mikroembolien in der Lunge kommen (mit chronischem Cor pulmonale, Zyanose, Dyspnoe).

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