luteinisierendes Hormon

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  • Synonyme: LH (Abk.)

  • Englischer Begriff: luteinizing hormone; LH (Abk.); interstitial cell-stimulating hormone; ICSH (Abk.)

hypophysäres Gonadotropin (dort Schema), das bei ♀ in Zusammenwirkung mit FSH zur Follikelreifung u. Auslösung der Ovulation führt. Die Konzentrationswerte des LH im Blut sind um den 14. Tag des Genitalzyklus (dort Abb.) deutlich erhöht (sog. LH-Peak). Anschließend erfolgt die Luteinisation. Bei ♂ stimuliert LH die Hodenzwischenzellen u. reguliert die Androgenbiosynthese des Hodens. Gesteuert wird die Abgabe von LH aus den vorderen u. mittleren Anteilen des Hypophysenvorderlappens durch LH releasing hormone (LHRH) aus dem Hypothalamus (s.a. gonadotropin releasing hormone). Die LH-Bestimmung erfolgt meist mit immunometrischen Methoden. Ein selektiver LH-Mangel beim ♂ infolge unzureichender Produktion führt zum Pasqualini-Syndrom, beim Syndrom des inaktiven LH führt eine Mutation im LH-Gen zur Produktion biologisch inaktiven LHs. Klin. werden die betroffenen Männer als „fertile Eunuchen“ bezeichnet (Aufrechterhaltung der Spermatogenese, verminderte Ausbildung sekundärer Geschlechtsmerkmale).

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