Meningitis

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  • Me|nin|gi|tis

  • Englischer Begriff: meningitis

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Entzündung der Hirn- u./oder Rückenmarkhäute (M. cerebralis, M. spinalis), Hirnhautentzündung (Leptomeningitis, Pachymeningitis). Abgegrenztes schweres klinisches Krankheitsbild vielfältiger Ätiol. mit häufiger Mitbeteiligung des Gehirns (Meningoenzephalitis), v.a. bei virusbedingter Erkrankung. Für die übertragbaren Formen der bakteriellen u. abakteriellen M. besteht Meldepflicht. Im klin. Sprachgebrauch häufig gleichgesetzt mit Meningitis cerebralis. Klinik: Leitsymptome sind Fieber, Kopfschmerz, Erbrechen, Nacken-Rücken-Starre, Kahnbauch, Hyperästhesie, Bewusstseinstrübung, Somnolenz bis zum Koma, Kernig-, Lasègue-Zeichen, Brudzinski-Nacken-, -Symphysen- u. -Wangen-Zeichen (positive Dehnungsphänomene). Diagn.: Lumbalpunktion mit Liquoruntersuchung (Entzündungszellen, Eiweiß, Glucose, etc.; evtl. Erregernachweis). Ther.: je nach Erreger; z.B. bei bakterieller Meningitis hoch dosiert Antibiotika, bei viral bedingter evtl. Virustatika. Bei ausgeprägtem Krankheitsbild intensivmedizinische Betreuung. Wichtig ist schneller Behandlungsbeginn (auch bei Verdacht)! Progn.: je nach Erregerart u. Abwehrlage bzw. Vorerkrankungen unterschiedlich; bei Meningokokkenmeningitis mit Sepsis ≥ 50%. Gefahr der Defektheilung (Intelligenzminderung).

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