Nebennierenrindeninsuffizienz

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  • Nebennierenrinden|insuffizienz

  • Englischer Begriff: adrenocortical insufficiency

vermind. Produktion von NNR-Hormonen u. resultierende Krankheitsbilder (evtl. als partielle N.). Klassifik.: als primäre N. infolge akuten oder allmählichen Ausfalls der NNR (z.B. Tuberkulose, Tumor, NN-Apoplexie, Autoimmunprozess, Blutung; nach Adrenalektomie) meist total (Addison-Krankheit); als sekundäre N. infolge Ausfalls der ACTH-Produktion (bei Hypophysenvorderlappeninsuffizienz), nach lang dauernder Glucocorticoid-Verabfolgung (Slocumb-Syndrom). Klinik: schleichender Beginn mit Müdigkeit, Appetitmangel, Gewichtsverlust, gastrointestinalen Beschwerden, Haut- u. Mundschleimhautpigmentationen. – Als akute N. (Addison-Krise) eine stets lebensbedrohl. Verschlechterung der chronischen N. mit Kreislaufinsuffizienz, Hypoglykämie u. -natriämie, Hyperkaliämie u. metabolischer Azidose. Oft ausgelöst durch Infekt, Trauma. – Ther.: Substitution von Gluco- u. Mineralocorticoiden.

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