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Niereninsuffizienz, chronische

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Niereninsuffizienz
  • N., chronische

Abbildung

eine sich über einen längeren Zeitraum entwickelnde Einschränkung der Nierenfunktion mit Retention harnpflichtiger Substanzen, Störungen des Elektrolyt- u. Wasserhaushalts sowie des Säure-Basen-Haushalts. Ätiol.: Jede chronische Nierenkrankheit kann bei zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion zur chron. N. führen. Häufigste Ursachen sind diabetische Nephropathie, Glomerulonephritis, interstitielle Nephritis, Zystennieren; weitere sind chron. Harnwegsobstruktion u. Systemkrankheiten wie Hypertonie, Atherosklerose. Klinik: Während zu Beginn der chron. N. entsprechend dem Grundleiden klinische Variationen auftreten, entwickelt sich mit zunehmender Verschlechterung der Nierenfunktion bis hin zur Urämie ein immer gleichförmigeres Bild der allg. Intoxikation. Als Frühsymptom häufig Nykturie (infolge Isosthenurie); später kardiovaskuläre, gastrointestinale u. neurol. Symptome, Urämie. Die chron. N. kann in vier Stadien eingeteilt werden (s. Abb.). 1) Stadium der vollen Kompensation: eingeschränkte Nierenleistungsbreite; 2) Stadium der kompensierten Retention: beginnende Retention harnpflichtiger Substanzen, Azotämie; 3) Stadium der dekompensierten Retention: Präurämie; 4) Terminalstadium: Urämie, u.a. häufig mit Lungenödem. Ther.: In den ersten drei Stadien ist eine konservative Therapie (eiweißarme Diät, symptomatische medikamentöse Maßnahmen), im Terminalstadium die Dialyse bzw. Nierentransplantation indiziert.

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