Peritonealdialyse

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  • Peritoneal|dialyse

  • Englischer Begriff: peritoneal dialysis

intrakorporales Nierenersatzverfahren, bei dem das Bauchfell u. dessen Gefäß(wänd)e als halb durchlässige Dialysemembran dienen. Durchführung: Das sterile Dialysat wird 4- bis 6-mal tgl. (vom Betroffenen) über einen implantierten Dauerkatheter in die Bauchhöhle eingeleitet u. dort 5–8 Std. belassen. Dann Ablassen der verbrauchten Flüssigkeit u. Wiederholen des gleichen Vorgangs (kontinuierliche ambulante P. = CAPD). Modifikationen des Verfahrens sind die kontinuierliche zyklische P. (CCPD) u. intermittierende P. (IPD), bei der nachts über ein P.-Gerät nach programmierten Daten ein kurzzeitiger Austausch der Dialyseflüssigkeit durchgeführt wird. Bei der IPD ist der Betroffene tagsüber von der Dialyse unabhängig. Vorteil: kann ohne Hilfe durchgeführt werden, gewährleistet maximale Unabhängigkeit u. Flexibilität (gut geeignet für Kinder). Geringere Gewichtsschwankungen als bei der Hämodialyse; Konzentration der harnpflichtigen Substanzen gleichmäßiger. Kompl.: erhöhte Gefahr einer Peritonitis (durchschnittlich alle 2 Jahre) mit Vernarbungsprozessen u. erschwertem Stoffaustausch. Gewichtszunahme infolge der in die Blutbahn aufgenommene Glucose, die dem Dialysat zur Entwässerung zugesetzt ist; Ausbildung einer Stoffwechselstörung.

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