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respiratorische Insuffizienz

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respiratorisch
  • r. Insuffizienz

  • Englischer Begriff: r. failure

die Lungeninsuffizienz, d.h. der auf Störungen der Lungenbelüftung (Ventilation), des Gasaustausches (Diffusion) oder der Blutzirkulation in der Lunge beruhende Zustand. Führt zu Störungen der respiratorischen Homöostase: bei alleiniger Sauerstoffaufnahmestörung (= Partialinsuffizienz) zu O2-Mangel im Blut (Hypoxämie), bei allgemeiner alveolokapillärer Gasaustauschstörung (= Globalinsuffizienz) auch zu Kohlendioxidvermehrung (Hyperkapnie). Sie ist „obstruktiv“, d.h. durch Verengung des Bronchialbaumes bedingt, oder „restriktiv“, d.h. durch Störungen der Lungenausdehnungsfähigkeit, Mangel an funktionstüchtigem Gewebe, verminderte Gas-Blut-Kontaktzeit verursacht (z.B. bei Pneumothorax, Pleuraerguss oder -schwarte, Zwerchfellhernie, Pneumonie, Atelektase, Zustand nach Lungenresektion, Lungenfibrose, -stauung, arteriovenöse Fistel). Wird n. Cournand klassifiziert als „obstruktive oder restriktive ventilatorische Insuffizienz“ bzw. als „alveolorespiratorische I.“ – Nach Rossier unterscheidet man die latente r. I. (erst unter Belastung erkennbar; mit Belastungsdyspnoe u. verminderter Atemreserve [VK, AGW] bei normaler arterieller O2-Sättigung in Ruhe) u. die manifeste r. I. (= Ruheinsuffizienz; mit Zyanose, Störung der Gesamtventilation u. des alveolokapillären Gasaustausches, Hypoxämie mit oder ohne Hyperkapnie); u. zwar als – zu Polyglobulie führende – Globalinsuffizienz die (außer bei Lungenerkrankungen, -schädigungen) u.a. auftritt bei allgemeinen Ventilationsstörungen, z.B. bei Schädigung des Atemzentrums (durch Narkotika), bei Kreislaufversagen.

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