Rheumafaktor

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  • Rheuma|faktor

  • Englischer Begriff: rheumatoid factor

für rheumatische Krankheiten nicht spezifisches Antigammaglobulin (IgM, IgG), das mit alteriertem (z.B. durch Bindung an Erythrozyten oder Latexpartikel) Gammaglobulin reagiert. Nachweis im Hämagglutinationstest oder Latextest (Titrations- oder Tropfentests, auch Immunfluoreszenztest u. ELISA für wissenschaftliche Zwecke). Ungefähre Häufigkeiten: bei chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis) 75% (in Frühfällen < 50%), Lupus erythematodes 30%, progressiver systemischer Sklerose 30%, Poly-/Dermatomyositis 30%, Panarteriitis nodosa 40%, Mischkonnektivitis (Sharp-Syndrom) 60%, Wegener-Granulomatose 50%, Sjögren-Syndrom 90%, eosinophiler Fasciitis 10%. Häufiger Nachweis auch bei Leberzirrhose, Pneumokoniosen, Sarkoidose, Lues, Tuberkulose, Lepra, Endocarditis lenta. Bei Gesunden 4–6%, in höherem Alter 10%.

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