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Sinus cavernosus

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Sinus
  • S. cavernosus

  • Englischer Begriff: cavernous s.

schwammiges Gebilde aus erweiterten Venenräumen (der Augen-, Augenhöhlenvenen, Verbindung zur V. facialis!) u. Bindegewebssträngen beidseits auf dem großen Keilbeinflügel u. miteinander verbunden über die Ss. intercavernosi (Ringbildung [= S. circularis] um die Sella); von A. carotis interna u. VI. Hirnnerv durchzogen; in seiner Wand verlaufen die Hirnnerven III, IV u. V1. Verletzung führt evtl. zur Bildung einer S.-c.-Fistel zur A. carotis interna (mit einseitigem pulsierendem Exophthalmus, Fistelgeräusch, Stauung der Vv. ophthalmicae). – Krankheitsprozesse an der gemeinsamen Austrittsstelle der genannten Nerven führen zu S.-c.-Syndrom (mit Ophthalmoplegie, Ptosis, Mydriasis, Kornealreflex-Ausfall; bei Chiasma-opticum- bzw. Tractus-opticus-Einbeziehung auch Gesichtsfeldausfälle). – Eine S.-c.-Thrombose (oder Phlebitis), z.B. in Zusammenhang mit Sinusitis, Meningitis, durch Übergreifen von den Augen-, evtl. Gesichtsvenen (Vena angularis) ist lebensbedrohlich; es bestehen Fieber, Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit, Augenvenenstauung mit Lidödem, Chemosis, Bindehautblutungen, Netzhauthyperämie, Optikusneuritis, pulsierender Exophthalmus u. retrobulbäres Ödem, blutiger Liquor.

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