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Surfactant-Faktor

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  • Surfactant-Faktor

  • Synonyme: Antiatelektasefaktor

  • Etymol.: engl.

Abbildung

v.a. in den Pneumozyten der Lungenalveolen („Deckzellen“) gebildetes, lecithinhaltiges Phospholipid, das als grenzflächenaktive Substanz die Alveolaroberflächenspannung verringert u. so Atelektasen verhindert; s.a. Abb. Sein Verlust ist bedeutsam für die Pathogenese der Schocklunge (ARDS). Fehlen des Faktors bewirkt bei unreifen Neugeborenen das Atemnotsyndrom (Syndrom der hyalinen Membranen), betroffen sind 1% der Neugeborenen, 50% aller Frühgeborenen < 30 SSW; ist Ursache für ca. 1/3 der neonatalen Todesfälle. S.-F.-Mangel verursacht verminderte Lungencompliance, Mikroatelektasen, vermehrten kardiopulmonalen Shunt, kardialen Rechts-links-Shunt über das Foramen ovale u. den Ductus arteriosus sowie eine verminderte pulmonale Kapillardiffusion. Die Folge ist eine reduzierte Blutsauerstoffsättigung, was maschinelle Beatmung notwendig macht, die ihrerseits zur bronchopulmonalen Dysplasie führt. Prävention erfolgt durch Betamethasongabe an die Schwangere 24–72 Std. vor der Geburt, was die S.-F.-Produktion induziert.

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