Traditionelle Chinesische Medizin

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  • Synonyme: TCM (Abk.)

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eigenständiges, über Jahrtausende in vielen (auch widersprüchlichen) Schulen entwickeltes Medizinsystem in China, in dem Akupunktur, Chinesische Arzneitherapie, Chinesische Diätetik, Qigong u. Tuina-Therapie eine wichtige Rolle spielen; stellt kein homogenes Lehrgebäude dar, obwohl alle Lebensprozesse durch das Wirken universaler Prinzipien erklärt werden; als phänomenologische Medizin mit philosophischem Überbau (Konfuzianismus, Taoismus, Buddhismus) u. gut dokumentiertem Erfahrungsschatz ist die TCM auch heute noch relevant u. aktuell. Die wesentlichen Medizintheorien sind die Lehre von Ying und Yang, Fünf Wandlungsphasen, Zangfu-Organen, Lebenssubstanzen, Meridianen u. Krankheitsursachen in der TCM. In der chinesischen Differentialdiagnose sind Befund u. Befinden, Art der Erkrankung u. Reaktionslage des Patienten von Bedeutung. Ausführliche Anamnese u. spezielle Untersuchungsmethoden (Zungendiagnostik, Pulsdiagnostik) führen zur Diagnose. Ziel der Therapie sind die Entfernung pathogener Faktoren, Unterstützung der Organfunktionen u. Regulierung der Lebenssubstanzen.

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