Tumorantigene

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  • Tumor|antigene

  • Synonyme: TAG (Abk.)

  • Englischer Begriff: tumor-specific antigens

Tabelle

Bestandteile von Krebszellen, die dem Zytoplasma, der Zelloberfläche u. dem Kern entstammen können; unterschieden werden: gewebe-, individual-, artenspezifische T., T., die auch physiologisch als Differenzierungsantigene an Zellen vorhanden sein können, T., die als tumorspezifische Neoantigene bezeichnet werden, sowie T. als Zwischenprodukte der Ontogenese eines Zelltyps, die mit weiterer Differenzierung wieder verschwinden; als Tumormarker mit immunchemischen Methoden nachweisbar, v.a. die intrazellulär oder als Oberflächenantigene an Tumorzellen (vermehrt) entstehenden AG. Der Nachweis von T. dient v.a. der Überprüfung therapeutischer Maßnahmen (Operation, Chemotherapie usw.), da die Serumkonzentration der T. zwar oft der Gesamttumormasse proportional ist, das alleinige Vorhandensein von T. aber keine sichere Aussage über das Vorhandensein eines Tumors erlaubt (Erhöhung der T. evtl. auch bei Nicht-Tumorerkrankungen, z.B. Hepatitis, Leberzirrhose u. anderen). Von Bedeutung sind v.a. die onkofetalen AG („OFA“), z.B. das carcinoembryonale AG (bei Kolon-Ca.), die CA (carbohydrate antigens), das SCC (squamous cell carcinoma antigen), AFP1-Fetoprotein [bei prim. Leberzell-Ca.]); s.a. Tab.

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