Ulcus duodeni

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Ulcus
  • U. duodeni

  • Englischer Begriff: duodenal u.

Abbildung

Zwölffingerdarmgeschwür, bevorzugt im Bulbus duodeni (an dessen Vorder- oder Hinterwand), seltener postbulbär oder als Teil eines pylorischen Geschwürs auftretend. Ätiol.: Neben erhöhter Säuresekretion kommen Störungen der Autoregulation, exogene Noxen, gesteigerte Motilität u. Defekte an schleimhautschützenden Mechanismen in Frage; sehr häufig mit Helicobacter-pylori-Infektionen des Magens assoziiert. Klinik: Verlauf wie bei Ulcus ventriculi; Symptome sind Druckschmerz im mittleren u. rechten Oberbauch, evtl. in den Rücken ausstrahlend, (nächtl.) Nüchternschmerz, Übelkeit u. Erbrechen. Diagn.: Endoskopie; im Röntgenbild Ulkusnische (meist nur en face; häufig mit ödematösem Randwall), bei Chronizität mit Faltenstern, Bulbusdeformierung (z.B. Kleeblattform mit Pseudodivertikeln); Serum-Gastrin-Bestimmung. Ther.: medikamentös (Ulkustherapeutika); ggf. chirurgisch (selektiv gastrische Vagotomie). Progn.: heilt im Allgemeinen nach 3 – 5 Wo., jedoch große Rezidivneigung (s.a. Ulkuskrankheit).

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