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Venenpuls

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  • Venen|puls

  • Englischer Begriff: venous pulse

Abbildung

herzsynchrone Volumen- und Druckschwankungen (Schlauchwellen) vom Herzen fort über die – v.a. herznahen – Venen, am deutlichsten an den Halsvenen (Jugularispuls). Normal als negativer V., patho. als positiver V. sowie als penetrierender V. (arterieller Puls, der das Kapillargebiet in Richtung Herz durchdringt, z.B. bei Arteriolendilatation, Aorteninsuffizienz). Kurvenermittlung (meist kombin. mit PKG u. EKG) blutig oder photoelektrisch. Graphoelemente der Kurve (s. Abb.): präsystol. Welle durch die einsetzende Vorhofsystole (Hemmung des venösen Einstroms in den re. Vorhof), systol. Welle (c) durch weitergeleitete arterielle Pulsation u. Durchbiegen der Trikuspidalklappe, systol. Kollaps (x) infolge Saugwirkung der Kammersystole, 1. diastol. Welle (d; auch: „v“) durch den Widerstand bei Nachlassen der Kammerkontraktion, diastol. Kollaps (y) durch beschleunigten Abstrom bei Öffnen der Trikuspidalklappe, anschließend 2. diastol. Welle (d'). Patho. Veränderungen: überhöhtes a bei Entleerungsstörung des re. Vorhofs, überhöhtes c bei hoher Pulsdruckamplitude u. großem Schlagvolumen, erniedrigtes c bei kleinem Schlagvol., zusätzl. „Insuffizienzwelle“ bei Trikuspidalinsuffizienz, verändertes x (Buckelbildung als Initialsymptom, Rückstauungswelle, vorzeit. Ende) bei Linksinsuffizienz mit Stauung, erniedrigtes d und y bei Rechtsstauung, a-c-Verschmelzung u. rudimentäres x („positiver V.“) als Dekompensationszeichen; Square-Root-Zeichen bei Pericarditis constrictiva.

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