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Wärmeregulation

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  • Wärme|regulation

  • Englischer Begriff: heat regulation; thermoregulation

  • Fach: Physiologie

Abbildung

zentrale Steuerungsvorgänge im Organismus, die die Wärmebildung u. -abgabe innerhalb gewisser Grenzen den jeweiligen Umweltbedingungen anpassen. Bei Säugern u. Vögeln (Homoiothermen) wird dadurch die Körperkerntemperatur konstant (isotherm) gehalten. Unterhalb der kritischen Temperatur erfolgt W. biochemisch u. mechanisch durch vermehrte Wärmebildung bei gleichzeitiger Senkung der Durchblutung der Körperschale (Isolationswirkung). Oberhalb der kritischen Temperatur findet die Regulation physikal. über Wärmeabgabe statt (s.a. Schema). – Wärmeregulationszentren sind Strukturen des Hypothalamus (Kühl- bzw. Erwärmungszentrum). Sie empfangen Signale aus Thermorezeptoren (über Tractus spinothalamicus, Thalamus), quer gestreiften Muskeln u. Hirnrinde, und sie geben Efferenzen ab an Hypophyse (TSH-, ADH-, ACTH-Kontrolle), Arrectores pilorum, Vasomotorenzentrum, Herz, Nebennierenmark u. quer gestreifte Muskulatur (Muskelzittern). Des Weiteren wirken z.B. kältesensible Strukturen im Wirbelkanal an der W. mit.

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