Zerebralparese, infantile

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  • Zere|bralparese, infantile

  • Synonyme: zerebrale Kinderlähmung

  • Englischer Begriff: infantile cerebral palsy

Störung der sensomotorischen Funktion als Folge eines intrauterin (z.B. durch infektiöse Embryofetopathie), während der Geburt (z.B. Asphyxie) oder im Neugeborenenalter (z.B. Kernikterus) durchgemachten Schädigung des Zentralnervensystems. Häufigkeit: 0,2–0,3% aller Kinder. Einteilung u. Klinik: Unterschieden werden je nach Lokalisation des Schadens im Gehirn folgende Formen: a) spastische Hemiplegie (= Halbseitenlähmung), b) spastische Diplegie (Little-Syndrom; v.a. Beine u. Rücken gelähmt), c) spastische Tetraplegie (= „doppelseitige Halbseitenlähmung“), d) Athetosis duplex (Unmöglichkeit, gezielte Bewegungen durchzuführen), e) Dystonie (Muskeltonusstörungen: Hypertonus wechselt mit Atonie [Foerster-Syndrom]), f) Ataxie-Syndrom (Balance-Störungen, Tremor, Nystagmus). – Oft sind weitere Symptome feststellbar: Sprach-, Perzeptions-, Seh- u. Hörstörungen; geistige Retardierung; Krampfbereitschaft (Mehrfachbehinderung). Ther.: frühkindliche physiother. Entwicklungsbehandlung, wobei verschiedene Methoden gebräuchlich sind (z.B. nach Bobath, Vojta, Peto, Kabat u.anderen).

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