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Baden – Heiße Tipps für warme Bäder

Frau nimmt warmes Bad © istockphoto, Anna_Om

Heiße Bäder wirken wohltuend und entspannend. Ein warmes Bad ist nicht nur Balsam für die Seele, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, sondern auch ein ideales Mittel zur Bekämpfung von Stress, Verspannungen, Gliederschmerzen und bei einer aufkommenden Erkältung. Doch damit das heiße Bad Körper und Sinne richtig verwöhnt, sind geeignete Badezusätze und die richtige Atmosphäre entscheidend. Wir geben Tipps zum richtigen Entspannen in der Wanne.

Ölbäder oder Schaumbäder?

So schön ein Schaumbad auch ist: Der Badeschaum enthält häufig Tenside, welche die Haut austrocknen. Speziell trockene und sehr trockene Haut freut sich daher über ein Ölbad. Im Gegensatz zu Schaumbädern dienen Ölbäder nicht der Reinigung, sondern sind reine Pflegerituale. Darum sollten Sie vor dem Bad duschen und Seifen- oder Gel-Reste sorgfältig abspülen.

Zusätze von Vitamin C und E fungieren als Radikalenfänger. Essentielle Fettsäuren, auch Vitamin F genannt, wirken besonders feuchtigkeitsbindend und rückfettend, sodass man sich durch diese Inhaltsstoffe oft das Eincremen nach dem Bad spart.

Wer auf Schaum nicht verzichten möchte, kann zu Badezusätzen aus Kokos-, Zucker- oder Eiweißtensiden greifen. Diese schäumen weniger stark, trocknen aber dafür die Haut auch nicht so sehr aus. Zudem sind sie natürlicher und umweltverträglicher als herkömmliche Schaumbäder.

Badeöle gegen trockene Haut

Wer an besonders trockener Haut leidet, kann seinen Körper mit einem intensiv pflegenden Körper- und Badeöl eincremen, bevor er in die Wanne steigt. Basisöle aus Soja, Weizenkeimen, Mandeln, Avocado und Jojoba regenerieren die Haut und umhüllen sie mit einem schützenden Fettfilm, sodass die Haut bereits im Wasser vor dem Austrocknen geschützt wird.

Idealerweise sollte das Badeöl auch nach dem Bad auf der Haut bleiben – daher sollten Sie die Haut nicht abspülen und nicht mit dem Handtuch abrubbeln.

Selbstgemachter Badezusatz für reife Haut

Natürlich kann man sich auch ein eigenes Beautyelixier mixen. Ein Ölbad für die reife Haut braucht:

  • 4 Tropfen Sandelholzöl
  • 4 Tropfen Jasminöl
  • 2 Esslöffel Weizenkeimöl

Alles wird verrührt und ins warme Badewasser gegeben.

Alternativ kann man seinen Körper oder besonders trockene Stellen der Haut mit Weizenkeimöl einölen und dann circa 15 Minuten bei 36 Grad in der Wanne relaxen.

Tipp: Nach dem Ölbad auf keinen Fall die Haut trocken rubbeln. Besser: ganz vorsichtig abtupfen.

Wonne in der Wanne dank Badesalzen

Ebenfalls sehr hautfreundlich sind Badesalze. Diese straffen die Haut und binden die Feuchtigkeit darin. Zudem enthalten sie Mineralien, die sogar helfen können, Hautreizungen zu beruhigen und Heilungsprozesse zu unterstützen. Badesalze eignen sich daher gut bei Neurodermitis oder empfindlicher Haut. Neben den eigentlichen Salzkristallen enthalten diese Badezusätze oft auch noch Pflanzenextrakte, Sheabutter oder Jojobaöl.

Solche Salze lassen sich übrigens leicht mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe mischen. Dadurch ergeben sich bunte Bäder, die vor allem bei Kindern beliebt sind.

Betörendes Dufterlebnis durch ätherische Öle

Viele Badesalze und Ölbäder enthalten ätherische Öle, deren Aroma die Sinne stimuliert. Sie sind in unterschiedlichen Duftvarianten zu haben und wirken nach Art der Aromatherapie über ihre pflegenden Eigenschaften hinaus auch entspannend (zum Beispiel Lavendel), belebend und erfrischend (beispielsweise Rosmarin, Kampfer und Zitrusaromen) oder heilsam (zum Beispiel Fichtennadeln und Eukalyptus bei Erkältung).

Kleines Bade-Einmaleins

Für das optimale Badeerlebnis sollten Sie folgende Tipps berücksichtigen:

  1. Kurze und kühlere Bäder bis 35 Grad Celsius erfrischen und energetisieren.
  2. Entspannungsbäder sollten 36 bis 37 Grad warm sein.
  3. Wassertemperaturen ab 37 Grad aufwärts machen schläfrig und bettschwer.
  4. Ideale Badezeit: 10 bis 20 Minuten. Sonst macht auch die robusteste Hautbarriere schlapp.
  5. Zur Entspannung trägt auch die richtige Atmosphäre mit Kerzenlicht und leiser Musik bei.
  6. Vor dem Verlassen der Wanne die Beine kalt abspülen – das stärkt den Keislauf.
  7. Nach dem Baden sorgfältig eincremen (außer bei Ölbädern) und eine halbe Stunde relaxen.
  8. Dazu am besten in einen kuscheligen Bademantel und warme Socken "einmummeln".

Wann ist Vorsicht geboten?

Bei einer Erkältung kann ein entsprechendes Bad helfen, die Symptome zu lindern. Verzichten Sie aber darauf, in die Wanne zu steigen, wenn Sie Fieber haben, da dies den Kreislauf zu sehr belastet.

Wer an einer Venenerkrankung oder Krampfadern leidet, sollte nicht zu lange und nicht zu heiß baden. Sonst können sich infolge der Wärme die Gefäße weiten und das gesamte Blut in die Beine fließen, wodurch das Herz nicht ausreichend versorgt wird.

Bei erhöhtem Blutdruck und Kreislaufproblemen sollte man nicht wärmer als 36 Grad baden. Auch Schwangere sollten, besonders gegen Ende der Schwangerschaft, nicht zu heiß baden. Denn eine zu starke Belastung des Kreislaufs kann vorzeitige Wehen auslösen.

Aktualisiert: 05.11.2019 – Autor: beautypress; überarbeitet: Silke Hamann

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