Warum schrumpeln Hände und Füße nach einem Bad?

Badende Frau mit schrumpeligen Händen und Füßen © istockphoto, Anna_Om

Wer liegt nicht gerne im Badeschaum und fühlt sich wohl dabei? Aber ein langes Bad hat auch seine Nebenwirkungen: schrumpelige Hände und Füße. Gerade die Fingerspitzen sehen anschließend runzelig und verquollen aus. Seltsamerweise bleiben andere Stellen der Haut dagegen glatt. Warum ist das so und ist dieses Phänomen vielleicht sogar mit gesundheitlichen Risiken verbunden - gerade wenn man öfters schwimmen oder baden gehen möchte? Keine Sorge, schädlich ist die runzelige Haut nicht und sie bildet sich auch schnell wieder zurück.

Hornzellen nehmen Wasser auf

Die verschrumpelte Haut betrifft tatsächlich fast nur Hände und Füße. Warum genau die Haut schrumpelt, ist noch nicht vollständig erforscht. Meist wird davon ausgegangen, dass die oberste Hautschicht Wasser aufnimmt. Diese besteht aus den sogenannten Hornzellen, also abgestorbenen Hautzellen, die das Wasser binden können und so aufquellen. Hornzellen findet man an Händen und Füssen besonders häufig – etwa zehn Mal mehr als an den restlichen Stellen des Körpers.

Hände und Füße sind nämlich einer besonderen tagtäglichen Belastung ausgesetzt – zum Schutz entwickelt sich auf diesen Flächen eine besonders dicke Schicht der Hornzellen. Wenn nun die Hornzellen mit Flüssigkeit aufgesogen sind, dehnt sich die oberste Hautschicht aus. Da diese jedoch mit der Unterhaut verbunden sind, passiert dies nicht gleichmäßig – es entsteht die wellige Schrumpelhaut.

Andere mögliche Erklärungen für schrumpelige Haut

In neueren Studien wird für das Schrumpeln der Haut auch das in der äußeren Hautschicht enthaltene Protein Keratin verantwortlich gemacht. Nach Ansicht der Forscher dehnen sich die Fasern des Keratins aus und erzeugen aufgrund ihrer Struktur die Wellenlinien.

Eine andere Erklärung könnte sein, dass das Schrumpeln durch Nervenimpulse ausgelöst wird. Wissenschaftler vermuten, dass die Rillen in der Haut entstehen, damit wir auch mit nassen Händen Gegenstände greifen können.

Keine Angst vor Wasser

Schwimmen und Baden trocknet die Haut aus und kann bei empfindlichen Menschen die Haut reizen. Deshalb gilt: nach jedem ausgiebigen Bad sollte man die Haut gut eincremen, damit sie Fett und Feuchtigkeit zurückbekommt. Bei hohen Temperaturen, sind Pflegeprodukte geeignet, die viel Feuchtigkeit spenden. Ist die Haut besonders trocken, hilft eine fetthaltige Salbe oft besser.

Tipps für gesundes Baden

  • Gegen ein Bad pro Woche ist bei normaler Haut nichts einzuwenden.
  • Nicht länger als 10 Minuten baden.
  • Die Wassertemperatur sollte nicht höher als 35°C sein. Der Grund: Ist Wasser heißer als 35°C, trocknet es die Haut viel zu stark aus.
  • Die Haut mit milden Waschemulsionen reinigen, die den Säureschutzmantel der Haut nicht zerstören.

Aktualisiert: 05.10.2015

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