Heiße Getränke für die kalte Jahreszeit

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, tut etwas Warmes unserer Seele besonders gut. Nichts ist schöner, als im Winter bei eiskalten Temperaturen gemütlich mit einer Tasse heißer Schokolade, Tee oder Kaffee auf dem Sofa zu sitzen und zu entspannen. Einige der Heißgetränke können sich sogar positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Andere sollten Sie dagegen nur in Maßen genießen, da sie äußerst kalorienreich sind. Wir haben neun Heißgetränke für Sie genauer unter die Lupe genommen.

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Heiße Schokolade

Heiße Schokolade © iStock.com/IngaNielsen
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Eine herrlich duftende Tasse heiße Schokolade sorgt selbst bei ungemütlichem Winterwetter für gute Laune. Und wenn Sie bei der Zubereitung auf dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil zurückgreifen, tun Sie sogar Ihrer Gesundheit etwas Gutes: Denn Kakao enthält viele Antioxidantien, die zellschützend wirken. Grund dafür ist der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, genauer gesagt Flavonoiden und Polyphenolen. Diese Stoffe können darüber hinaus das Immunsystem unterstützen.

Doch Vorsicht: Eine Tasse heiße Schokolade hat auch ihre Tücken, denn mit wenigen Kalorien weiß dieses Getränk nicht zu glänzen. Je nach Art der verwendeten Schokolade, des Zuckergehalts und des Fettgehalts der Milch liefern 100 Milliliter heiße Schokolade zwischen 106 und 130 Kilokalorien (444 und 544 Kilojoule).

Heiße Schokolade selber machen

Geben Sie 100 Gramm dunkle Schokolade in einen Topf und fügen Sie drei Esslöffel Zucker sowie einen Liter Vollmilch hinzu. Erhitzen Sie die Milch unter Rühren so lange, bis sich die Schokoladenstückchen vollständig aufgelöst haben – bringen Sie die Milch aber nicht zum Kochen. Servieren Sie die heiße Schokolade anschließend mit einem Klecks Sahne.

Kalorienärmere Variante: Bereiten Sie die heiße Schokolade mit fettarmer Milch zu, reduzieren Sie den Zucker und verzichten Sie auf die Sahne.



Tee

Tee in Glastassen © iStock.com/moncherie
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Eine Tasse heißer Tee wärmt uns nach einem Winterspaziergang wunderbar schnell wieder von innen auf. Auch eine zweite oder dritte Tasse können Sie sich unbesorgt gönnen, denn Tee an sich hat so gut wie keine Kalorien. Selbst, wenn Sie ihn mit ein wenig Zucker süßen, bringt es eine Tasse auf nicht mehr als 20 Kilokalorien (84 Kilojoule).

Je nachdem welche Teesorte Sie wählen, kann sich das heiße Getränk außerdem positiv auf die Gesundheit auswirken. So können bestimmte Teesorten bei Erkältungen oder Magen-Darm-Beschwerden helfen.

Die folgenden Teesorten sollten Sie immer vorrätig haben:

  • Pfefferminztee: hilft gegen Kopfschmerzen und beruhigt den Magen bei Bauchweh
  • Fencheltee: hilft bei Heiserkeit und Blähungen
  • Kamillentee: wirkt entzündungshemmend uns ist besonders gut zum Gurgeln bei Halsschmerzen geeignet
  • Salbeitee: hilft bei Magen-Darm-Problemen und Heiserkeit
  • Lindenblütentee: wirkt schweißtreibend und wird deswegen bei fiebrigen Erkältungen angewendet
  • Ingwertee: wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, kann auch bei Übelkeit helfen



Glühwein

2 Tassen mit Glühwein © iStock.com/ChamilleWhite
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Sobald es draußen kälter wird, spätestens aber, wenn der Weihnachtsmarkt seine Tore öffnet, steht eine Tasse heißer Glühwein wieder hoch im Kurs. Werden aus einer Tasse jedoch zwei oder mehr, stellt der heiße Wein schnell eine echte Kalorienbombe dar. Denn eine Tasse Glühwein mit 250 Millilitern bringt es aufgrund des hohen Zuckergehaltes auf rund 250 Kilokalorien (1.047 Kilojoule). Wer auf dem Weihnachtsmarkt Kalorien sparen möchte, sollte statt auf Glühwein lieber auf einen heißen Orangen- oder Holundersaft zurückgreifen.

Glühwein selber machen

Geben Sie einen Liter Rotwein zusammen mit einer Stange Zimt, einer Stange Sternanis und zwei Nelken in einen Topf. Schneiden Sie anschließend eine Bio-Orange mitsamt der Schale in Stücke und geben Sie sie ebenfalls in den Topf. Erwärmen Sie den Wein langsam und achten Sie darauf, dass er nicht kocht. Schmecken Sie den heißen Wein abschließend noch mit ein wenig Zucker ab.



Kaffee

Dampfender Kaffee und Kaffeebohnen © iStock.com/5second
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Ohne eine Tasse heißen Kaffee in den Tag zu starten, ist für die meisten Deutschen unvorstellbar. Gerade wenn es im Winter draußen grau und ungemütlich ist, sorgen die Wärme und das im Kaffee enthaltene Koffein dafür, dass die trübe Stimmung verfliegt.

Wer Kaffee in Maßen genießt, tut seiner Gesundheit damit durchaus etwas Gutes: Denn Koffein verbessert die Konzentration und wirkt sich somit positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Auch bei Kopfschmerzen kann Kaffee helfen, denn die Blutgefäße im Gehirn verengen sich durch das Koffein. Mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag sollten es allerdings nicht sein, ansonsten drohen unangenehme Nebenwirkungen.



Heiße Milch

Heiße Milch in einer Tasse © iStock.com/milla1974
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Eine heiße Milch mit Honig gilt bei Erkältung als das Hausmittel schlechthin. Wenn es im Hals kratzt, kann vor allem der Honig helfen, die Schleimhäute zu beruhigen. Allerdings ist Honig sehr hitzeempfindlich, deswegen sollten Sie die Milch zunächst etwas abkühlen lassen, bevor Sie den Honig hinzufügen. Noch besser ist es, den Honig separat vor oder nach der heißen Milch einzunehmen.

Auch bei Einschlafstörungen wird gerne auf eine heiße Milch mit Honig zurückgegriffen. Milch enthält zwar einige Inhaltsstoffe, die das Einschlafen fördern, wie die Aminosäure Tryptophan, die eine Vorstufe des Schlafhormons Melatonin darstellt. Allerdings ist die enthaltene Menge eher gering. Deswegen kommt wohl in erster Linie der psychologische Effekt, den das Getränk auf uns hat, zum Tragen, denn eine Tasse heiße Milch vor dem Einschlafen vermittelt vielen ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.



Apfel-Zimt-Punsch

Apfel-Zimt-Punsch © iStock.com/anna1311
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Ein alkoholfreier Punsch stellt im Winter eine leckere Alternative zu Glühwein dar. Je nach Zubereitung ist er außerdem deutlich kalorienärmer, da er weniger Zucker und keinen Alkohol enthält. Wenn Sie dem Punsch etwas Obst beigeben, können Sie Ihrer Gesundheit mit dem heißen Getränk sogar etwas Gutes tun.

Punsch selber machen

Schälen Sie ein Stück frische Ingwerwurzel und schneiden Sie es in Scheiben. Ebenso schneiden Sie einen Apfel in kleine Stücke. Geben Sie Apfel- und Ingwerstücke zusammen mit einem Liter naturtrüben Apfelsaft und dem Saft einer frischen Orange in einen Topf. Fügen Sie eine Stange Zimt, eine Stange Sternanis und zwei Nelken sowie einige gewaschene Bio-Orangenschalen hinzu. Lassen Sie das Gemisch kurz aufkochen und anschließend 30 Minuten lang ziehen. Erwärmen Sie den Punsch vor dem Servieren unter Umständen erneut.



Heiße Zitrone

Heiße Zitrone © pixabay, silviarita
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Eine Tasse heiße Zitrone soll bei Schnupfen, Halsschmerzen & Co. wahre Wunder wirken. Tatsächlich ist es jedoch so, dass das Vitamin zwar wichtig fürs Immunsystem ist, sich eine Erkältung aber nicht durch eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr behandeln lässt. Dennoch sind Lebensmittel mit hohem Vitamin-C-Gehalt sehr gesund, denn das Vitamin ist wichtiger Bestandteil vieler Stoffwechselprozesse, wirkt sich positiv auf die Wundheilung aus und wirkt zellschützend.

Wenn Sie sich eine heiße Zitrone frisch zubereiten, übergießen Sie den Zitronensaft keinesfalls mit kochendem Wasser, denn Vitamin C ist sehr hitzeempfindlich. Ist das Wasser zu heiß, geht der wertvolle Inhaltsstoff bereits verloren, bevor er überhaupt in den Körper gelangt.

Tipp: Wenn Sie gerade einmal keine Zitronen vorrätig haben, können Sie es anstatt mit einer heißen Zitrone auch einmal mit einer heißen Orange versuchen. Pressen Sie dafür den Saft einer Orange aus, übergießen Sie ihn mit warmem Wasser und süßen Sie bei Bedarf etwas mit Honig nach.



Goldene Milch

Goldene Milch © Getty Images/Sarah Biesinger
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Goldene Milch, auch als "Golden Milk" oder "Kurkuma Latte" bezeichnet, hat es in sich: Neben der Grundlage Milch (oder alternativ veganen Drinks, beispielsweise auf Hafer- oder Sojabasis) enthält das Getränk unter anderem Ingwer, Kurkuma, schwarzen Pfeffer und Honig. Alle diese Inhaltsstoffe können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Insbesondere die entzündungshemmende Wirkung und der positive Einfluss auf Magen-Darm-Beschwerden macht das würzige Getränk so beliebt.



Chai-Tee

Chai-Tee mit Milch © Getty Images/wmaster890
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Ein weiteres Getränk, das vor allem im Winter beliebt ist, ist der sogenannte Chai-Tee. Häufig wird er auch mit Milch vermischt und dann unter dem Namen "Chai-Latte" angeboten. Chai-Tee besteht klassischerweise aus schwarzem Tee und einer Gewürzmischung aus Kardamom, Nelken, Anis, Ingwer, Zimt und Fenchelsamen. Dadurch entsteht nicht nur eine leckere, sondern auch eine gesunde Mischung, denn Kardamom, Fenchel und Anis können beispielsweise bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich helfen. Ingwer und Nelken wirken antientzündlich und Zimt soll die Verdauung fördern.

Chai-Tee ist sehr kalorienarm und damit auch für diejenigen geeignet, die in der Weihnachtszeit zusätzliche Pfunde vermeiden wollen. Aber Vorsicht: Aufgrund des Fettgehalts von Milch schlägt das Heißgetränk in Form von Chai-Latte mit mehr Kalorien zu Buche. 



Aktualisiert: 06.12.2022
Autor*in: Kathrin Mehner, Medizinredakteurin | Jasmin Rauch, Medizinredakteurin