Rote Beete – so gesund ist die rote Rübe

Rote Beete © Jill Wellington

Rote Beete (auch: Rote Bete, Rote Rübe) wird schon seit einigen Jahrhunderten verzehrt. Allerdings gibt es keine Wildform: Die Römer machten in Europa die Rübe bekannt, woraus die Rote Beete gezüchtet und weiterveredelt wurde. Vielen prägt sich sie vor allem durch ihre Farbe ein. Rote Beete enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können.

Rote Beete: Inhaltsstoffe wie Eisen

Als leicht säuerliche Beilage im Heringssalat oder roh mit anderem Gemüse findet sie oft wenig Beachtung. Dabei ging man früher davon aus, dass Rote Beete Saft durch die Farbe eine blutbildende Funktion besäße. Doch es ist nicht der rote Farbstoff Betanin, der das Wurzelgemüse so wertvoll macht: Es sind vielmehr die in Rote Beete enthaltenen Inhaltsstoffe Vitamin-B, Folsäure und das Spurenelement Eisen, die bei der Blutbildung involviert sind.

Bei Eisenmangel wird deshalb oft Rote Beete Saft empfohlen. Allerdings kann der menschliche Körper tierisches Eisen besser verwerten. Dennoch ist Rote Beete beispielsweise für Vegetarier ein guter Eisenlieferant. Es empfiehlt sich, Rote Beete mit Vitamin-C reichen Speisen und Getränken (etwa Orangensaft) einzunehmen, oder als Rote Beete Salat in Rohform, denn viele Nährstoffe gehen bei der Zubereitung verloren.

Rote Beete steigert die Ausdauer

Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass die sportliche Ausdauer durch regelmäßiges Trinken von Rote Beete Saft gesteigert wird. Bei einem Vergleich mit dem gleichfarbigen Johannisbeersaft schnitt der Rote Beete Saft deutlich besser ab.

Vermutlich hängt das mit dem Plus an Nitraten im Rote Beete Saft zusammen, die der Körper in Nitrite verwandelt. Diese wiederum reagieren bei der Zellatmung der Enzyme mit den Eisenatomen.

Rote Beete Saft gegen Bluthochdruck

Rote Beete Saft hat aber noch einen ganz anderen Effekt: Hoher Blutdruck kann schnell und deutlich gesenkt werden. Auch hier glaubt man, dass diese Wirkung von den Nitraten ausgelöst wird. Wer unter Bluthochdruck leidet, tut gut daran, einen halben Liter Rote Beete Saft zu trinken.

Bereits nach einer Stunde kann man die blutdrucksenkende Wirkung feststellen, die größte Wirkung tritt nach etwa drei bis vier Stunden auf. Da der positive Effekt bis zu 23 Stunden anhalten kann, können Patienten mit arterieller Hypertonie schon mit zwei Gläsern Rote Beete Saft täglich einen deutlich positiven Effekt erzielen.

Doch Vorsicht: Rote Beete enthält auch viel Oxalsäure, was zur Bildung von Nierensteinen führen kann. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte Rote Beete nur in kleinen Mengen zu sich nehmen.

Rezepte mit Rote Beete

Zwar macht sich Rote Beete im Salat immer gut, zum Beispiel mit Feldsalat und Ziegenkäse oder auch kleingeraspelt mit Apfel und Zitrone verfeinert, doch wieso nicht einmal ein unbekanntes Rote Beete Rezept ausprobieren? Schließlich ist Rote Beete gesund und passt zu vielen Gerichten.

Mit diesem Rezept zaubern Sie sich schnell eine Rote Beete Suppe für die kalten Tage:

  • ein Glas Rote Beete
  • 2 TL großblättrige Petersilie
  • 2 EL Sahne
  • wahlweise Salz und Pfeffer oder Gemüsebrühwürfel
  • nach Belieben Zucker

Die Rote Beete wird kurz aufgekocht (im eigenen Saft) und mit Gewürzen verfeinert. Nun fein pürieren und auf dem Teller Petersilie und Sahne zugeben. Schon ist die Rote Beete Suppe fertig!

Rote-Beete-Orangen-Suppe

Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich auch an einer leckeren Rote-Beete-Orangen-Suppe versuchen. Dazu einfach die Rote Beete mit Kartoffeln und einem halben Liter Orangesaft pürieren. Brühe hinzufügen und je nach Geschmack mit Zimt, Cayennepfeffer, Sherry und Ingwer würzen. Etwas Salz dazu, und pro Portion mit einem TL Crème Fraîche und Schnittlauchstengeln verfeinern.

Auch Rote Beete Carpaccio eignet sich prima als Vorspeise.

Rote Beete einkochen

Wichtig bei allen Rote Beete Rezepten und auch beim Einlegen ist, beim Kochen Schürze und am besten Gummihandschuhe nicht vergessen! Der Saft geht nur schwer aus der Kleidung heraus.

Wer Rote Beete einkochen will, sollte sie vorher auf jeden Fall vorkochen. Dann klein schneiden und in Gläser füllen. Einen Sud aus zwei Drittel Wasser und einem Drittel Essig mit feingehacktem Knoblauch, Zwiebeln, Kümmel, Salz und Zucker kochen und diesen in die Gläser füllen.

Rote Beete hat sowohl roh als auch eingekocht wenige Kalorien. Zum Vergleich: Der kcal-Wert liegt sogar knapp unter dem eines Apfels. Wer gesund abnehmen möchte durch Sport und eine ausgewogene Ernährung, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn er Rezepte mit Roter Beete auf seinen Speiseplan setzt, da das kalorienarme Gemüse gleichzeitig die sportliche Leistungsfähigkeit erhöht.

Aktualisiert: 26.09.2017 – Autor: Daniela Heinisch

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