Tipps für das Naschverhalten

Frau nascht süßes Gebäck im Bett © Karolina Grabowska / Kaboompics

Wie heißt es so schön: Die Dosis macht das Gift. Wer gerne Schokolade isst, muss nicht unbedingt auf Gummibärchen umsteigen, nur weil sie kein Fett liefern. Zwar sollte immer bedacht werden, dass Fett deutlich mehr Kalorien als Zucker hat. Aber auch Zucker kann in größeren Mengen dick machen. In einer 100-g-Tafel Schokolade stecken etwa 550 Kalorien und in einer 175-g-Tüte Gummibärchen etwa 595 Kalorien. Eigentlich liefern die bunten Bären also aufs Gewicht bezogen deutlich weniger Energie. Wer aber mit einem Stück Schokolade seine Lust auf Süßes besser stillen kann als mit Gummibärchen, braucht auf diesen Genuss nicht ganz zu verzichten.

Regelmäßig, aber in Maßen naschen

Es ist ein guter Weg, sich mäßig, aber durchaus regelmäßig eine kleine Menge seiner liebsten Sünde zu gönnen - am besten nach den Mahlzeiten. So läuft man nicht Gefahr, die ganze Packung auf einmal zu verputzen. Das freut Zähne, Gewicht und verhindert permanenten Heißhunger auf Süßes. Und der Seele tut das kleine tägliche Genusserlebnis gut. Auch Kinder gewöhnen sich an weniger Süßes, wenn sie klare Regeln kennen und wissen, dass sie ihr Bedürfnis dennoch regelmäßig stillen können. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier!

7 Tipps für das Naschverhalten

  1. Planen Sie einen "Süßigkeitentag" pro Woche ein oder eine tägliche Menge zum Naschen ein. Nehmen Sie – zum Schutz vor Karies – nach dem süßen Genuss einen zuckerfreien Kaugummi oder putzen Sie sich die Zähne.
  2. Legen Sie keine Süßvorräte an, das verführt nur zum häufigen Naschen. Trotz Sonderangeboten nicht die doppelte Menge kaufen. Was zu Hause bereit liegt, wird nämlich auch gegessen.
  3. Bestens geeignet für Schokofans sind einzeln verpackte Schokoriegel – zum dosierten Umgang.
  4. Wenn alle Stricke reißen, hilft der Kühlschranktrick: Portionieren Sie Schokolade in einzelne Stücke und legen Sie diese kühl. Nehmen Sie ein Stück aus der Tüte und lassen Sie es ganz langsam im Mund schmelzen. Sie werden merken, dass die Schokolade zahlreiche Geschmacksstoffe enthält, die sich erst nach einiger Zeit im Mund entfalten. Außerdem haben Sie durch das langsame Lutschen das Gefühl, viel mehr genascht zu haben.
  5. Es gibt auch süße Alternativen, die ohne schlechtes Gewissen zu naschen sind, weil sie dem Körper auch Gesundes zuführen. Geeignet sind dafür Trockenobst, Studentenfutter, Minizwieback mit Kokos- oder Schokogeschmack, süße Reiscracker oder in der Weihnachtszeit schokolierte Früchte. Hier stecken nämlich neben Zucker auch noch einige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe drin.
  6. Eine gesündere Abwechslung zu übersüßten Desserts ist auch Naturjoghurt mit frischen Früchten oder einem Löffelchen Honig, selbst hergestelltes Eis oder Pudding mit wenig Zucker und fettarmer Milch zubereitet. Mit Obstsalat, Apfelmus und Bananen kann der Appetit auf Süßes ebenfalls kompensiert werden.
  7. Da fast alle Kinder Kaugummis lieben, bieten sich als Alternative zu Süßigkeiten auch zuckerfreie Kaugummis an.

Aktualisiert: 06.06.2018 – Autor: DGE / Überarbeitung: Nathalie Blanck

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