Gesundes Ei?

Eier und Gesundheit

Eier stellen ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar. Dass das Eiweiß etwas Besonderes ist, merkt man schon an der davon abgeleiteten Bezeichnung eines unserer drei Hauptnährstoffe: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Hühnerei-Eiweiß kann der Körper besonders gut zum Aufbau von eigenen Proteinen nutzen. Von allen Nahrungsmitteln hat es die höchste biologische Wertigkeit, nämlich 100 %. Das bedeutet, dass aus 100 Gramm Hühnereiweiß 100 Gramm körpereigenes Protein gebildet werden können. Das Ei enthält neben ca. 7 Gramm Eiweiß auch 6 Gramm Fett und Spuren von Kohlenhydraten, außerdem alle Mineralstoffe und Vitamine mit Ausnahme von Vitamin C. Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vitamin A (Retinol) und seine Vorstufe, das Pro-Vitamin A (Carotin). Beide sorgen für die Elastizität des Auges, bewirken eine gute Hell-Dunkel-Anpassung der Iris und ein besseres Nachtsehen.

Wie viel Eier sind gesund?

Generell gilt, dass aufgrund des hohen Fettgehaltes nicht mehr als zwei bis drei Eier in der Woche gegessen werden sollten. Kinder bis zum 1. Geburtstag sollten wegen der Allergiegefahr gar keine Eier essen, bis zum 2. Geburtstag 1 Ei pro Woche, bis zum neunten Geburtstag 1–2, danach 2–3 Eier pro Woche. Nicht vergessen: Auch Backwaren oder andere eihaltige Speisen zählen mit – die Menge ist also schnell erreicht. Zu Ostern dürfen Sie und Ihr Kind auch mal ein, zwei Eier mehr essen als üblich.

Cholesterin in Eiern

Der Cholesteringehalt in einem Ei der Gewichtsklasse M beträgt etwa 200–220 Miligramm. Nur das Eigelb enthält Cholesterin, übrigens eine biologisch unentbehrliche Substanz im menschlichen Körper. Es erfüllt wichtige Aufgaben beim Bau der Zellen und Nervenbahnen. Ferner werden viele Hormone sowie das Vitamin D aus Cholesterin synthetisiert. Der Organismus bildet selbst ständig große Mengen Cholesterin und ist eigentlich nicht auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen.

Bei gesunden Menschen reguliert sich der Blutcholesterinspiegel selbst, das heißt wenn Cholesterin mit der Nahrung aufgenommen wird, produziert der Körper entsprechend weniger. Bei Personen mit Diabetes oder einer Störung im Fettstoffwechsel funktioniert die Regelung des Cholesterinspiegels nicht richtig. Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut kann neben anderen Faktoren wie Übergewicht und Nikotinkonsum Arterienverkalkung verursachen, die im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt. Deshalb sollen betroffene Menschen mit ihrem Eierkonsum eher zurückhaltend sein und höchstens ein Ei in der Woche verzehren. Dies gilt auch für Patienten, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben.

Aktualisiert: 02.04.2014 – Autor: Dagmar Reiche

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