Digitalistherapie

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  • Digitalis|therapie

  • Synonyme: Digitalisierung

  • Englischer Begriff: digitalis therapy

  • Fach: Kardiologie

die Behandlung von Herzkranken mit Digitalispräparaten, v.a. mit Reinglykosiden (früher Folia u. Tinctura Digitalis), i.w.S. auch mit anderen Herzglykosiden; insbes. bei Herzinsuffizienz jeder Art, bei schneller, totaler Arrhythmie u. paroxysmaler, supraventrikulärer Tachykardie. Hemmt die Na+/K+-ATPase (dadurch Verstärkung des transsarkolemmalen Ca2+-Influxes u. verstärkte Aktivierung der kontraktilen Proteine), bewirkt eine Steigerung von Kraft, Grad u. Schnelligkeit der Herzkontraktion (= „positiv inotroper Effekt“) mit stärkerer systolischer Entleerung der Herzventrikel u. Abnahme der Restblutmenge sowie der Herzgröße, eine Erhöhung des O2-Verbrauchs (jedoch in geringerem Maße, als von der Zunahme der Herzarbeit her zu erwarten wäre) sowie des venösen u. enddiastolischen Ventrikeldrucks, eine Steigerung des Herzminutenvolumens, eine Verlängerung der diastolischen Pause u. eine Senkung der Frequenz (Vaguswirkung = „negativ chronotroper Effekt“).

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