Gaumenspalte

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  • Gaumen|spalte

  • Synonyme: Uranoschisis; Palatoschisis; Palatum fissum

  • Englischer Begriff: cleft palate; urano(staphylo)schisis

Abbildung

das durch Störung der Ontogenese bedingte (= dysontogenetische) Nichtzusammenwachsen der beiden Gaumenhälften miteinander bzw. mit der Nasenscheidewand. Je nach Ausdehnung als okkulte oder submuköse G. (nur Spalte des harten Gaumens mit Muskeldiastase, aber mit geschlossener Schleimhautbedeckung; bei Anspannung wird in der Mittellinie eine durchscheinende Zone = Zona pellucida sichtbar; Gaumensegel kurz; rückwärtiger Nasenscheidewandteil nicht ausgebildet), als Zäpfchenspalte (Uvula bifida), Gaumensegel- = Velumspalte oder als subtotale u. totale G. (sog. Wolfsrachen); evtl. mit Lippen- u. Kieferspalte kombiniert; s.a. Gesichtsspalte. Klinik: unverständliche Sprache (offenes Näseln); Neigung zu Erkältungs- u. Mittelohrerkrankungen; Ther.: Behandlung erfolgt durch frühzeitige (vor Sprachbildung) Operation, d.h. durch Verschluss des weichen (= Staphyloplastik) u. harten Gaumens (= Uranoplastik) mit Rekonstruktion des Gaumengewölbes: Mobilisierung der Gaumenweichteile (Periostschleimhautlappen) u. dreischichtiger Verschluss (Nasenboden, Muskulatur, Mundschleimhaut). Standardverfahren: Brückenlappen- (u.a. v. Langenbeck, Ernst, Axhausen, Ganzer), Stiellappen-Methode (Veau, Rosenthal, Schuchardt, Trauner). S.a. Axhausen-Op., Gaumenrückverlagerung. S. Abb.

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