Hyperspleniesyndrom

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  • Hyper|splenie(syndrom)

  • Synonyme: Hypersplenismus

  • Englischer Begriff: hypersplenism

qualitative u. quantitative Zunahme aller oder einzelner Milzfunktionen auf ein Vielfaches der Norm (evtl. mit Auftreten von Fehlfunktionen = Dyssplenismus). Führt, auch ohne Milzvergrößerung („Milztumor“, Splenomegalie), zu Zellverarmung (Zytopenie) des peripheren Blutes, d.h. zu Anämie (evtl. Hyperhämolyse, Retikulozytose), Granulozyto- u./oder Thrombozytopenie (s.a. Panzytopenie) sowie zu Knochenmarkhyperplasie. Als primärer H. bei Banti-Krankheit, als sekundärer H. der H. bei Krankheiten mit Milzvergrößerung, so bei Pfortaderhypertonie, Infektionskrankheiten (z.B. bei Kala-Azar, Malaria, Felty-Syndrom), malignen Lymphomen, Speicherkrankheiten (Thesaurismosen, v.a. Gaucher-Syndrom), Autoimmunkrankheiten (z.B. Erythematodes), Leberzirrhose. Die Blutzellenverarmung dürfte Folge eines gesteigerten Zellabbaus in der, Blutstase aufweisenden, Milz sein (eine diskutierte depressive H. infolge Splenomegalie-bedingter Knochenmarkhemmung ist umstritten). – Hypersplenismus auch Bez. für Splenomegalie. S.a. Hepatosplenomegalie.

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