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Liquordiagnostik

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  • Liquor|diagnostik

  • Englischer Begriff: cerebrospinal fluid diagnosis

Untersuchungen zur Beurteilung von Liquorparametern sowie zum Nachweis von Erregern bzw. Antikörpern im Liquor cerebrospinalis. Die visuelle Beurteilung ermöglicht die Feststellung von Trübungen (Zellvermehrung = Pleozytose, z.B. bei Meningitis) u. Verfärbungen (blutiger Liquor bei Blutung in den Subarachnoidalraum; Gelbfärbung = Xanthochromie bei länger zurückliegender Subarachnoidalblutung, Stauungsliquor u. Zysten; braunschwarze Verfärbung bei Melanoblastose). Qualitative Eiweißbestimmungen, z.B. mit der Pandy-Probe oder nach Nonne-Apelt-Schumm, haben nur orientierenden Wert, ebenso die Kolloidreaktionen (Mastix-, Goldsol-, Salzsäure-Kollargol-Reaktion). Die Liquorelektrophorese ermöglicht die quantitative Differenzierung der Eiweißfraktionen. Die Zelldifferenzierung im Rahmen der Liquorzytologie erfordert eine vorangehende Einengung ohne Beschädigung der Zellen, z.B. mit der Sedimentierkammer nach Sayk (s.a. Liquorsediment). Vermehrung von eosinophilen Zellen u. Plasmazellen, der Nachweis von Makrophagen u. Tumorzellen sind von diagnostischem Wert; ferner serologische Bestimmung von Liquorzucker, Elektrolyten u. evtl. Enzymen. Charakteristische Liquorveränderungen zeigen z.B. das Guillain-Barré-Syndrom u. das Nonne-Froin-Syndrom.

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