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spinale Tumoren

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  • Englischer Begriff: spinal tumors

Oberbegriff für Neoplasmen im Bereich der Wirbelsäule, die die Funktionen des Rückenmarks oder der Spinalwurzeln (unilaterale Lokalisation) beeinträchtigen; im klinischen Sprachgebrauch häufig Gleichsetzung von sp. T. u. Rückenmarkstumoren (i.e.S. Tumoren, die ihren Ausgang vom Rückenmark nehmen). Einteilung: erfolgt hinsichtlich Lokalisation (Verhältnis des Tumors zum Rückenmark, Stelle im Wirbelkanal) u. histologischen Aufbaus: 1) extradurale Tumoren: v.a. vertebrale Knochenmetastasen; multiples Myelom; Osteom; Osteosarkom; s.a. Knochentumoren. 2) intradurale Tumoren: a) extramedulläre (außerhalb des Rückenmarks gelegene), b) intramedulläre (innerhalb des Rückenmarks gelegene) Tumoren (v.a. Gliome; Ependymome); 3) sowohl extra- als auch intradural gelegen sein können die häufigsten gutartigen Rückenmarkstumoren: Meningiome, Neurilemmom. Klinik (häufig uncharakteristisch): Schmerzen (je nach Lokalisation z.B. Fehldeutung als „Zervikalsyndrom“; „Gürtelrose“; „Ischialgie“); Spontanfraktur u. ggf. plötzliche Querschnittslähmung (v.a. bei osteolytischen Knochenmetastasen); Bewegungs-, Gefühlsstörungen. Diagn.: klinisch-neurologische Untersuchung; Röntgen; Computertomographie; Knochenszintigraphie; Kernspinresonanztomographie (z.B. bei akuter tumorbedingter Querschnittslähmung mit Röntgen-Nativbildern Mittel der Wahl bei Diagnostik); Myelographie. Ther.: je nach Tumor u. Lokalisation; u.a. Operation, Chemo-, Immuntherapie.

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