Thrombus

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  • Thrombus

  • Englischer Begriff: thrombus

Abbildung

im Kreislaufsystem intravital bei Thromboseneigung entstehender „Blutpfropf“, in Arterien meist wand- („Parietal-Th.“), in Venen oft primär klappen-, im Herzen wand- u. klappenständig; s.a. Abb. Zunächst Bildung des Thrombuskopfes (Abscheidungsthrombus = weißer = grauer Th.) durch wandnahe lamellenförmige Adhäsion u. Aggregation der – i.S. der viskösen Metamorphose veränderten – Thrombozyten mit zwischengelagerten Leukozyten u. (nach ca. 30 Min.) einem Fibringespinst („Fibrin-Th.“); dann – stasebedingt – stromaufwärts Ansetzen eines Thrombusschwanzes aus Fibringespinst u. eingelagerten Erythro- u. Leukozyten (= „roter Th.“ = „Gerinnungs-Th.“, v.a. in Venen oft größer als der Kopf); evtl. fortschreitendes Längenwachstum durch Apposition neuer Gerinnsel, bei erhaltenem Teillumen (v.a. in Venen) auch in Stromrichtung. In größeren Venen evtl. mehrere Kopfteile, die sich sekundär durch Schwanzteile verbinden („gemischter Th.“); s.a. Thrombembolie. – Durch Hyalinisierung kleinerer venöser Thromben evtl. elast. Kugeln, die verkalken oder verknöchern („Phlebolith“). Größere Thromben werden durch Granulationsgewebe „organisiert“, meist mit Rekanalisation des Gefäßes u. Wandnarbe („kanalisierter Th.“); bei starkem Leuko-Gehalt evtl. fermentative, aseptische Erweichung (Thrombolyse) mit schneller Rekanalisation.

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