Urosepsis

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  • Uro|sepsis

  • Englischer Begriff: urosepsis

von den Harnwegen ausgehende septische Erkrankung. Als aseptische u. als septische Urotoxikose sowie als eigentliche U. (= septisches Harnfieber), d.h. als Septikämie mit frühzeitiger Metastasierung, wobei die Erreger spontan aus den Harnwegen austreten. Ätiol.: meist Folge einer Pyonephrose nach Harnstauung (Steinleiden, Ureterblockade, Harnröhrenverengung) mit Sekundärinfektion, oder aber nach Schleimhautverletzung, z.B. anlässlich einer Prostataresektion, eines Katheterismus. Klinik: perakuter Beginn mit septischem Fieber u. Schüttelfrost, pyämischen Metastasen, hoher Leukozytose, schnellem Puls, allgemeinen Vergiftungserscheinungen („Nephrotoxine“). Kompl.: Metastasen, Thrombophlebitis urinaria septica der Beckenvenen (evtl. mit sekundärer Phlegmone), Kachexie.

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