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Vitamin

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  • Vit|amin(e)

  • Synonyme: Vit. (Abk.)

  • Englischer Begriff: vitamin(s)

Tabelle

(C. Funk 1911/12) lebensnotwendige („Vita-“) Nahrungsbestandteile, deren Nichtzufuhr Mangelerscheinungen auslöst. Gruppe organ. Wirkstoffe, die für die normalen Funktionen heterotropher Lebewesen mehr oder weniger obligat und – da nur aus äußeren Quellen bzw. unter dem Einfluss von Milieufaktoren (z.B. Darmflora) zugänglich – bedarfsgerecht zuzuführen sind. Ihre spezif., nur biokatalyt. Wirkung beruht auf Ersatz der dem metabol. Verschleiß unterliegenden Wirkgruppen von Enzymen. Mangel infolge ungenügender Zufuhr oder Resorption (s.a. Malabsorption), Störung von Darmflora oder Metabolismus, Antivitamin-Einwirkung (Vitaminantagonisten) oder gesteigerten Verbrauchs führt zu spezif. Hypo- u. Avitaminosen (Vitaminmangelkrankheiten); ein Überangebot zu Hypervitaminosen (mit Krankheitserscheinungen nur beim stark speicherbaren A u. D). Wasserlöslich sind B1, B2, B6, B12, Biotin, Pantothensäure, Niacin u. Niacinamid (PP), Fol- u. Folinsäure (Citrovorumfaktor), C u. Bioflavonoide; fettlöslich A, D, E, F u. K. Die alphabet. Bez. ist historisch bedingt: Die beiden ersten extrahierten essentiellen Nahrungsbestandteile unterschieden sich durch Fett- u. Wasserlöslichkeit und wurden mit A u. B bezeichnet. Aus der wasserlösl. Fraktion wurden die stukturell verschiedenen B-Vit. isoliert und mit B1, B2 etc. bezeichnet. Anders bei den fettlösl. Vit.: Dort bedeutet die Unterteilung mit Zahlen, dass es sich um Strukturanaloge des jeweiligen Vit. handelt. Heute können alle Vit. (außer B12) synthetisch hergestellt werden.

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