Rote Beete: der gesunde Fitmacher im Winter

Für mehr Farbe im tristen Winter: Die Rote Beete, auch Rote Rübe genannt, verleiht vielen Gerichten in der kalten Jahreszeit einen besonderen Kick. Das Wintergemüse überzeugt allerdings nicht nur geschmacklich. Auch für die Gesundheit spielt die Rote Beete eine wichtige Rolle.

Frau schneidet Rote Beete
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Was die kugelrunden oder länglichen Knollen mit der braun-roten Schale so gesunde macht, lesen Sie hier.

Rote Beete stärkt das Immunsystem

Die Rote Beete versorgt den Körper auch im Winter mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Neben Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen enthält die Rote Beete auch verschiedene B-Vitamine (B1, B2, B6), außerdem Folsäure und Vitamin C.

Gesunde Wirkung von Roter Beete auf den Körper:

  • Positiver Effekt auf das Herz-Kreislauf-System: Rote Beete kann das Risiko für Bluthochdruck reduzieren und die Blutgefäße erweitern. Die Gefahr für Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird so minimiert. Wichtig: Ein gesunder Lebensstill, ausreichend Sport und eine abwechslungsreiche Ernährung sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Verantwortlich soll hierbei das im Gemüse vorhandene Nitrat sein.
  • Schutz vor Krebs: Rote Beete steckt voller wichtiger Antioxidantien, welche nicht nur vor Bluthochdruck schützen, sondern auch das Risiko einer Krebserkrankung reduzieren können. Die sekundären Pflanzenstoffe (Flavonoide) des Wintergemüses können Krebs ebenfalls vorbeugen.
  • Immunbooster: Die Flavonoide wirken zudem entzündungshemmend und unterstützen somit das Immunsystem.
  • Eisenlieferant: Rote Beete eignet sich besonders für Vegetarier*innen und Veganer*innen mit Eisenmangel. Rote-Beete-Saft oder ein roher Rüben-Salat können helfen, dem Mangel vorzubeugen oder entgegenzuwirken.

Die Power-Rübe ist nicht nur ein echter Booster für die Gesundheit, sie besticht auch durch die geringen Kalorien. Mit nur 41 Kalorien, beziehungsweise 171 Kilojoule, pro 100 Gramm und einem Wasseranteil von zirka 90 Prozent ist die Rote Beete eine leckere Alternative zu deftigen Wintergerichten.

Nitrat in Roter Beete: gefährlicher Fluch oder gesunder Segen?

Nitrat ist ein natürlicher Bodenbestandteil und kommt daher in verschiedenem Wurzelgemüse wie Roter Beete, Radieschen, Blattsalat oder Kohlrabi vor. Pflanzen benötigen es, um Eiweiß zu produzieren, weshalb es auch oft als Dünger verwendet wird.

Besonders im Herbst und Winter ist die Nitratkonzentration in den Pflanzen höher, da Sonnenlicht und hohe Temperaturen den Abbau des Nitrats beschleunigen. Sommergemüse hat daher niedrigere Nitratkonzentrationen als Wintergemüse.

Für den Menschen ist Nitrat prinzipiell nicht schädlich. Nitrat aus Lebensmitteln kann jedoch bereits in der Nahrung oder durch Bakterien während des Verdauungsvorgangs im Körper zum bedenklichen Nitrit umgewandelt werden. Nitrit soll den Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin umwandeln, was die Gefäße erweitern und somit einen positiven Effekt auf den Blutdruck haben und diesen senken könnte. Erwachsene können Methämoglobin problemlos zu Hämoglobin zurückformen.

Gefahr kann allerdings bei Säuglingen und Kleinkindern drohen, da ihr Körper die Umwandlung nicht selbstständig durchführen kann. Der Sauerstoff wird im Blut nicht ausreichend transportiert, da das Hämoglobin fehlt. Dadurch kann es zu einer Unterversorgung kommen. Dieser Effekt wird auch als Blausucht bezeichnet, in Deutschland treten jedoch nur selten Fälle auf.

Zudem kann aus Nitrit beim Verdauungsvorgang auch das krebsauslösende Nitrosamin entstehen. Dieser Effekt wurde bisher besonders in Tierversuchen nachgewiesen. Ob auch der Mensch davon betroffen ist, ist noch unklar, da Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe die Entwicklung von Nitrosamin hemmen. Sicherheitshalber sollte man nitratreiche Lebensmittel aber nicht übermäßig verzehren.

Obwohl die Rote Beete mehr Nitrat enthält als andere Gemüsesorten, kann sie den Körper besonders in den kalten Wintermonaten mit ausreichend Nährstoffen versorgen und die Gesundheit positiv beeinflussen.

Aktualisiert: 09.12.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin