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Warum Chia-Samen so gesund sind

Chia Samen © istockphoto, bhofack2

Chia-Samen haben einen hohen Nährwert, viele Ballaststoffe und sind vielseitig einsetzbar – die ideale Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Deshalb und wegen ihrer positiven Wirkung auf die Gesundheit werden die Getreidesamen auch als "Superfood" bezeichnet. Entdeckt wurde ihre sättigende und energiespendende Wirkung bereits vor hunderten von Jahren. Die proteinreichen Samen der Chia-Pflanze, einer Salbei-Gattung aus Zentral- und Südamerika, dienten schon den Maya als Nahrungsmittel.

Was macht Chia-Samen so gesund?

Chia-Samen sind nicht nur reich an Vitaminen, sondern auch an zellerhaltenden Antioxidantien. Ihr Proteinanteil ist doppelt so hoch wie bei anderen Getreidearten. Dadurch spenden sie viel Energie und eignen sich – gerade für Veganer – als Eiweißlieferant.

Zudem überzeugen die Samen durch ihren Mineralstoffgehalt: Sie enthalten zum Beispiel fünfmal so viel Calcium wie Milch. Dazu kommen neben Calcium:

  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Zink
  • Kupfer
  • das Spurenelement Bor

Diese Mineralstoffe dienen unter anderem dem Skelettaufbau, stärken das Immunsystem und kurbeln den Stoffwechsel an.

Darüber hinaus enthalten Chia-Samen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die im idealen Verhältnis von 3:1 vorliegen und so ihre Wirkung am besten entfalten können. Sie steigern die Konzentrationsfähigkeit und sind gut für Herz und Blutgefäße. Hinzu kommt ein hoher Ballaststoffgehalt, der den Körper entgiftet, cholesterinsenkend wirkt und beim Abnehmen helfen kann.

Abnehmen mit Chia-Samen

Chia-Samen liefern viele Nährstoffe bei relativ wenigen Kalorien – so können sie andere, kalorienreiche Speisen ersetzen. Ihr hoher Anteil an Ballaststoffen bewirkt, dass die Samen im Magen Flüssigkeit aufnehmen und stark aufquellen, wodurch sie ein langanhaltendes Sättigungsgefühl erzeugen. Daher ist es wichtig, nach dem Verzehr von Chia-Samen viel zu trinken. Später füllen die Samen den Darm, regen die Verdauung an und wirken entschlackend.

Zudem verlangsamen die löslichen Ballaststoffe den Abbau von Kohlehydraten zu Zucker. Als Teil einer Mahlzeit versorgen Chia-Samen auf diese Weise das Blut über einen längeren Zeitraum mit Energie. So verhindern sie Heißhungerattacken und regulieren den Blutzuckerspiegel.

Dieser Effekt hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern kommt auch Diabetikern zugute und steigert die Ausdauer beim Sport. Wird die Diät mit einem Sportprogramm kombiniert, unterstützen die Chia-Samen zudem den Muskelaufbau.

Haben Chia-Samen Nebenwirkungen?

Chia-Samen wirken blutdrucksenkend und blutverdünnend. Um Risiken für die Gesundheit auszuschließen, sollten Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder einen niedrigen Blutdruck haben, vor dem erstmaligen Verzehr der Samen ein Arzt zurate ziehen.

Bei übermäßigem Verzehr wurden vereinzelt allergische Reaktionen beobachtet. Auch Blähungen und Durchfall können die Folge sein.

Die empfohlene Tagesmenge liegt daher bei 15 Gramm.

Rezepte für die Zubereitung

Chia-Samen sind geschmacksneutral und können roh über Müsli, Joghurt und Salat gestreut werden. Als glutenfreies Mehl kommen sie gemahlen in Kuchen oder Brot zum Einsatz. Beliebt sind sie auch in Shakes, Smoothies oder Pudding.

Für Chia-Pudding lässt man einfach zwei Esslöffel Samen mit 200 Milliliter Mandel- oder Sojamilch über Nacht zugedeckt im Kühlschrank quellen. Je nach Geschmack gibt man dann Nüsse, Kokosflocken, Früchte oder Obstkompott hinzu.

Als Grundrezept für Getränke dient ein Gel, für das man die Samen in der doppelten Menge Wasser mindestens zehn Minuten quellen lässt. Zwei Esslöffel des Gels in einem Glas Fruchtsaft sind ein gut sättigender Frühstücksdrink, der lange vorhält.

Wo kauft man Chia-Samen?

Chia-Samen sind in Reformhäusern, Drogerien, Bioläden oder im Internet erhältlich. Bio-Siegel gewährleisten, dass die Pflanze ohne Pestizide angebaut wurde. Die Samen können mehrere Jahre aufbewahrt werden. Es gibt weiße und schwarze Chia-Samen, die gleichermaßen gesund sind und sich in ihrem Nährwert nicht unterscheiden.

Aktualisiert: 01.07.2019 – Autor: Silke Hamann

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