Grieß und Grießbrei

Grieß © Pezibear (Pixabay)

Viele Menschen verbinden mit Grieß nichts als unangenehme Erinnerungen an ihre Kindheit, als sie mit einer Erkältung im Bett lagen und gezwungen wurden, schleimigen Grießbrei zu löffeln. Damit wird Grieß jedoch Unrecht getan – er ist nicht nur ein sehr vielseitiges Lebensmittel, sondern auch gesund. Grieß ist im Grunde nichts als winzige Teilstückchen von Getreide, die beim Mahlen entstehen.

Arten von Grieß

Je nachdem, welches Getreide verwendet wird, unterscheidet man: 

  • Weichweizengrieß, mit dem der typische Grießbrei, aber auch Grießnockerl, Grießklößchen und verschiedene Desserts zubereitet werden
  • Hartweizengrieß, der sich für Bulgur oder Nudelteig eignet
  • Maisgrieß, der zur Herstellung von Polenta dient

Der Grieß wird je nachdem, wie stark er gemahlen wurde, in drei Klassen unterteilt: Grober Grieß, mittlerer Grieß und feiner Grieß.

Grieß: Herstellung und Verarbeitung

Bei der konventionellen Herstellung von Grieß wird das Getreide zunächst sorgfältig gereinigt. Dazu werden erst grobe Verunreinigungen und beschädigte Körner entfernt. Eine Scheuermaschine beseitigt anschließend hartnäckigen Schmutz. Danach werden die Getreidekörner mit großen Walzen gemahlen. Bei mehreren Durchläufen werden die Walzen jedes Mal fester eingestellt, so dass die Körner anfangs nur sehr grob, dann immer feiner gemahlen werden. Nach jedem Mahlvorgang wird der Grieß ausgesiebt, so dass Mehl und feine Staubkörner aussortiert werden können.

Schonender ist die Herstellung von Bio-Grieß, der im Naturkosthandel erhältlich ist. Anders als beim konventionellen Grieß bleiben hier Anteile von Schale und Keimling enthalten. Dies macht den Naturkost-Grieß zwar noch nicht zu einem Vollkornprodukt, jedoch ist er wesentlich wertvoller und gesünder als handelsüblicher Grieß. Im Vergleich enthält er ein Vielfaches an Mineralstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen.

Grieß-Rezepte

Obwohl es viele verschiedene Sorten des Getreideproduktes gibt, ist der feine Weichweizengrieß das, was in der Regel als Grieß verstanden wird. Aus ihm lässt sich eine Vielzahl an schmackhaften Speisen zubereiten, weshalb es auch die verschiedensten Grieß-Rezepte gibt. Neben dem klassischen Grießbrei setzen Grieß-Fans auch auf Grießpudding, Grießknödel oder Grießsuppe.

Auch eine Grießbrei-Diät soll es geben. Grießbrei schmeckt nicht nur Babys, sondern stellt auch für Erwachsene eine gesunde Alternative zu deftigen Desserts oder Süßspeisen dar. Richtig zubereitet und gekonnt verfeinert hat ein echter Grießbrei auch nichts mehr mit der schleimigen Suppe gemeinsam, die viele als Kinder herunterwürgen mussten. Hier ein klassisches Grießbrei-Rezept für zwei Personen zum selber machen.

Grießbrei-Rezept

Zutaten für ein Rezept mit Grießbrei. Gesund und lecker:

  • 70 Gramm Weichweizengrieß
  • ½ Liter Milch
  • 1 EL Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt

Zunächst die Milch mit der Prise Salz erhitzen. In der Zwischenzeit das Ei trennen und das Eiweiß schaumig schlagen. Sobald die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und unter ständigem Rühren den Grieß hinzugeben. Anschließend mit dem Schneebesen den Zucker einrühren. Nun muss der Grießbrei etwa drei Minuten ruhen, um zu quellen.

Wenn der Brei zähflüssig und cremig ist, zuerst das Eigelb, dann die Butter einrühren. Zum Schluss vorsichtig den Eischnee unterheben, den Brei auf zwei Teller verteilen und mit Zimt bestreuen. Mit frischem oder eingelegtem Obst servieren.

Wer mag, kann den Grießbrei auch ohne Milch anrühren und stattdessen Wasser verwenden. Dann sollte man aber zumindest einen Schuss Sahne hinzugeben, denn ganz ohne Fett schmeckt der Grießbrei fad.

Aktualisiert: 21.07.2017 – Autor: Kristina Klement

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