Biometrische Verfahren - Zeigt her eure Augen?

Bargeldloses Bezahlen an der unbesetzten Tankstelle, automatisches Einchecken am Flughafen, Bestellen am Computer – heute sind viele Transaktionen auch ohne persönlichen Kontakt möglich. Umso wichtiger ist es, sicherzustellen, dass die entsprechende Person auch diejenige ist, für die sie sich ausgibt.

Verhindern von Terrorakten, sicheres Online-Banking...

Sicherheit und die Identifikation von Personen wird spätestens seit den weltweit zunehmenden Terroraktionen heiß diskutiert. Doch auch im normalen Alltag sind diese Aspekte wichtig – wer schließlich möchte sein Konto leergeräumt vorfinden, weil sich jemand unerlaubt Zugang verschafft hat? Oder feststellen, dass sich eine andere Person auf seine Kosten ein Handy erworben und wochenlang in die Welt telefoniert hat, ohne die Rechnungen zu begleichen?

Biometrische Anwendungsmöglichkeiten

Eine Lösung versprechen Verfahren, die sich auf die Biometrie (aus dem Griech.: bios = Leben, metrein = messen), also auf die Messung physiologischer oder verhaltensbedingter Merkmale wie Fingerabdruck, Irismuster oder Stimme stützen. Damit lassen sich entweder Personen identifizieren (indem man ihre Merkmale mit zentral gespeicherten Daten einer Personengruppe abgleicht, zum Beispiel Fingerabdrücke bei Straftätern) oder eine Person kann sich damit authentifizieren (wird auch als Verifikation bezeichnet).

Dafür werden die entsprechenden Merkmale des Einzelnen zunächst als maschinenlesbare Referenz meist verschlüsselt gespeichert und die bei jedem Authentifizierungsvorgang erhobenen Daten mit dieser verglichen.

Folgende Anwendungen sind bisher zum Beispiel möglich:

  • Zugriffsberechtigung für (verschlüsselte) Daten, Netze, elektronische Dienste, Online-Banking etc.; bisher wird dafür meist keine Biometrie, sondern die Authentisierung mit PIN und Passwort eingesetzt, zunehmend auch die elektronische Signatur
  • Berechtigung, bestimmte Räume (zum Beispiel in Hochsicherheitszonen) zu betreten beziehungsweise darauf zuzugreifen (zum Beispiel Safe)
  • Biometrische Ausweise; in Deutschland sind gesetzlich Fingerabdruck, Hand- oder Gesichtsmerkmale erlaubt
  • Zeiterfassung, Automatisierung individueller Einstellungen zum Beispiel im Auto

Aktualisiert: 23.10.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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