Alltagshilfen für Ältere

Hörgerät als Alltagshilfe für Ältere © istockphoto, AlexRaths

Wenn im Alter Beweglichkeit und Sinne nachlassen, können spezielle Alltagshilfen dies ausgleichen. Viele sind auch schon für Jüngere praktisch. Nur wenige der 50- bis 80-Jährigen haben keine nennenswerten Probleme beim Umgang mit Haushaltsgegenständen. Schon an Dosenöffnern drohen viele ältere Menschen zu scheitern, manche liegen im ständigen Clinch mit dem Korkenzieher und anderen machen die Tücken von Gemüsereiben und Bügelbrettern zu schaffen. Probleme gibt es auch oftmals mit Haushaltsleitern, Saftpressen oder Mülleimern.

Technische Herausforderungen im Alltag

Der Umgang mit elektrischen Geräten fällt vielen älteren Menschen zunehmend schwerer. Hauptkritikpunkte bei Problemen mit technischen Haushaltsgeräten sind häufig der hohe Kraftaufwand oder die Unhandlichkeit.

Unverständliche Bedienungsanleitungen, schlecht entzifferbare Beschriftungen oder zu kleine Knöpfe erschweren Senioren den Alltag zusätzlich.

Auf die Bedürfnisse der Älteren eingehen

Doch die Industrie ist aufmerksamer geworden. Nicht zuletzt durch den zunehmend höheren Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach einfach bedienbaren Geräten. So sind inzwischen Handys auf den Markt, mit denen man wirklich nur telefonieren kann und nicht auch noch Musik hören oder fotografieren.

Ein anderes Beispiel sind Waschmaschinen, die höhergelegt sind. Es gibt Geräte, die entweder gleich höher gebaut sind oder wo ein Sockel mitgeliefert wird. Schräg gestellte Trommeln, die leichter zu befüllen sind, oder abgeschrägte Bedienblenden erhöhen den Bedienkomfort ebenso wie beleuchtete Trommeln auf der Suche nach der letzten Socke. Auch kippsichere Bleche in Backöfen gehören zunehmend zur Regel.

Bei Neuanschaffungen empfiehlt es sich, einen Blick in die Testberichte der Stiftung Warentest zu werfen oder sich im Geschäft beraten zu lassen.

Notrufsysteme schaffen Sicherheit

Um im Bedarfsfall wie einem Sturz schnell Hilfe rufen zu können, sorgen Hausnotrufsysteme für Sicherheit. Dafür trägt man einen Funksender wie eine Armbanduhr oder ein Medaillon an einer Kette um den Arm oder den Hals. Auf Tastendruck wird die Verbindung zu einer Basisstation in der Wohnung und von dort weiter zu einer Rettungsleitstelle aufgebaut. Die Geräte werden entweder bei den großen Rettungsdiensten oder privaten Anbietern entliehen – bei allein lebenden Pflegebedürftigen oft auch auf Kassenverordnung.

Über die Reichweite der Wohnung hinaus gehen Notruf-Handysysteme: Auch hier gibt es eine Notrufzentrale. Außerdem kann über Satellitennavigation der Standort bestimmt und bei Bedarf Hilfe geschickt werden.

Leicht bedienbare Handys für Senioren

Telefone sind ebenfalls ein wichtiges Thema, wenn es um Hilfen im Alltag geht. Es gibt sie heutzutage auch mit großen Tasten und gut lesbarem Displays.

Natürlich kann man sich unabhängig von Notrufsystemen auch ein möglichst leicht bedienbares Handy anschaffen, das aber vor dem Kauf gründlich ausprobiert werden sollte. Mit einem Spezialgerät der neueren Generation kann man ebenfalls eine Notruftaste programmieren und mit einem Tastendruck vorgewählte Nummern erreichen.

Aktualisiert: 20.11.2018

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