Infektionskrankheiten – Symptome und Untersuchung

Laboruntersuchung bei Infektionskrankheiten © jarmoluk

Die verschiedenen Erreger führen zu unterschiedlichen Beschwerden an den Organen, die sie befallen. Daneben gibt es aber Beschwerden, die oft bei Infektionen auftreten – klassische Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung, Fieber und Schmerz signalisieren dem Betroffenen: Hier stimmt etwas nicht, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Bei der Sepsis beschränken sich diese Zeichen nicht auf eine Körperregion, sondern betreffen den gesamten Körper.

Untersuchungsmethoden

Um eine Infektionskrankheit zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden:

  • Anamnese (Krankheitsgeschichte erfragen): Alle Beschwerden können durch gezieltes Fragen weiter eingegrenzt werden. So kann Kontakt zu kranken Familienangehörigen einen Ansteckungsweg aufzeigen und eine wenige Tage zurückliegende Auslandsreise lässt an exotische Erreger denken.
  • Inspektion (Betrachten) und Fiebermessen: Bei eitrigen Belägen auf einer Wunde denkt man sofort an Bakterien und klassische Entzündungszeichen an Auge oder Ohr lenken den Verdacht schnell auf eine Infektion – ebenso wie eine erhöhte Temperatur
  • Untersuchung von Körperflüssigkeiten: Entzündungszellen, Erreger und ihre Stoffwechselprodukte lassen sich in den verschiedenen Körperflüssigkeiten nachweisen – ob Blut, Liquor oder eine Stuhlprobe, Erreger können so identifiziert werden. Von offenen Wunden wird ein Abstrich genommen und Atemtests zeigen den Befall des Magens mit Bakterien an.
  • Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie: Mit den bildgebenden Verfahren erkennt man die Schwellung von entzündeten Organen oder einen eingeschmolzenen Entzündungsherd (Abszess).

Aktualisiert: 24.02.2017 – Autor: Nathalie Blanck

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?