Infektionen auf Reisen - Infektionsschutz und Infektabwehr

Anti-Stress als Infektionsschutz

Dass Stress krank macht, ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch Urlaubsstress krank macht. Die Idee, vom Büro direkt an den Flieger zu fahren, um sich dann 12 Stunden später in einem völlig anderen Klima einen Sonnenbrand einzufangen, ist absurd. Fernreisen mit Klimawechsel sind Stress pur für das Immunsystem. Bedeutet das, dass man nicht verreisen sollte? Nein, natürlich nicht. Aber ein sensibler Umgang mit sich selbst und seinen Abwehrkräften ist angesagt. Und das heißt: Hektik und Stress vor der eigentlichen Urlaubsreise vermeiden oder gering halten und zum Beispiel einen zusätzlichen Urlaubstag vor den Abflug legen. Wer in die Sonne fliegt, sollte Haut und Kreislauf Gelegenheit zur Eingewöhnung geben:

  • Wenn die Landesbevölkerung eine dreistündige Mittagspause hinter geschlossenen Fenstern einlegt, muss man ja nicht unbedingt während dieser Zeit zum Besichtigungsmarathon aufbrechen.
  • Die oben erwähnten Hygieneregeln gelten auch hier, und dazu noch ein paar mehr. Wo es Probleme mit der Wasserversorgung gibt, sollte nur Wasser in Flaschen getrunken werden.
  • Frisches Obst und Gemüse, das von Straßenhändlern angeboten wird, bleibt besser ungegessen wenn man es nicht selbst mit einem sauberen Messer geschält hat. Der Einwand, dass ja die Einheimischen davon essen, zählt nicht. 14 Tage Urlaub reichen nicht, um das Immunsystem an die andere Bakterienkultur zu gewöhnen.
  • Darüber hinaus gilt: Weniger ist mehr. Also den Urlaub mit Bedacht angehen, Sonnenbrände und Hitzestau vermeiden und dem Körper die Gelegenheit geben, sich auf die neue Umgebung einzustellen.

Damit der Urlaub das einzigartige Erlebnis bleibt als das er gedacht war, lohnt es sich, folgendes zu beachten:

  • Konsequenter Mücken- und Insektenschutz
  • Guter Sonnen- und Hitzeschutz
  • Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einhalten
  • Keine ungeschützten Intimkontakte
  • Nicht in tropischen Gewässern baden
  • Nicht barfuß laufen
  • Malariaprophylaxe Tabletten konsequent einnehmen
  • Eine sinnvolle Reiseapotheke mitführen
  • Bei Unwohlsein, Fieber, Erbrechen einen Arzt konsultieren
  • Keine mitgebrachten Antibiotika "auf Verdacht" einnehmen
  • Adresse der Botschaft vor Ort für Notfälle mitnehmen

Aktualisiert: 20.01.2017 - Autor: Susanne Köhler

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