Infektionen auf Reisen - Serie

Infektionsgefahrauf Reisen © rawpixel

Am Weltgesundheitstag erinnert die WHO (World Health Organisation), die Weltgesundheitsorganisation, an ihre Gründung im Jahr 1948. Seit vielen Jahren wird dazu ein Thema festgelegt, das aus Sicht der WHO besonders wichtig ist und für alle Länder der Welt relevant ist. 2007 liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz vor Infektionskrankheiten - auch mit Blick auf die Folgen der globalen Erwärmung und den daraus resultierenden Naturkatastrophen.

Aktiver Schutz vor Infektionen

Die WHO sorgt sich weltumspannend um den Schutz vor Infektionen, die Regierungen der einzelnen Länder müssen dabei für die Umsetzung in ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet sorgen. Das reicht von der Bevorratung mit Impfstoffen über nationale Katastrophenschutzpläne bis hin zu Aufklärungskampagnen und Meldepflicht bei bestimmten Infektionskrankheiten, die von den Gesundheitsämtern überwacht wird.

Aktiver Infektionsschutz für eine Reise in tropische Gefilde beginnt schon zu Hause bei der Vorbereitung und beinhaltet eine Reiseplanung, die zum Beispiel die unterschiedlichen Urlaubsarten wie Hotel-Urlaub oder Trekking-Urlaub berücksichtigt. Entsprechend nämlich muss man Hygienemaßnahmen wie Wasser-Entkeimungstabletten und Durchfallpräparate, Mosquitonetze und vollständigen Insektenschutz durch Bekleidung und Hautschutzmittel miteinplanen. Einige Reisemedizin-Dienste bieten daher eine kostenpflichtige individuelle Reiseberatung an, die die einzelnen Komponenten der geplanten Reise berücksichtigt.

Impfschutz aktualisieren

Grundsätzlich muss vor jeder Reise, vor allem vor Fern-Reisen, der Impfstatus überprüft werden. Dazu gehört die Kontrolle der

  • Standardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender, inklusive
  • Tetanus,
  • Diphtherie,
  • Hepatitis A,
  • Polio, Masern und
  • Typhus.

Zu den klassischen Reiseimpfungen gehören außerdem

  • Gelbfieber,
  • Hepatitis B,
  • Tollwut,
  • Eitrige Hirnhautentzündungen (Meningokokken-Meningitis),
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und
  • Japanische Enzephalitis.

Über 60-Jährige müssen an Pneumokokken- und Grippe-Impfschutz denken. Die rechtzeitige Überprüfung des Impfschutzes ist umso wichtiger, als bei Last-Minute-Reisen gerade in tropische und subtropische Gebiete kaum Zeit bleibt, um einen aktiven Impfschutz aufzubauen. Das Impfprogramm sollte möglichst 10 -14 Tage vor der Antritt der Reise abgeschlossen sein. Ansprechpartner für Reiseimpfungen sind die staatlichen Gesundheitsämter, Ärzte und Apotheker.

Es empfiehlt sich, gezielt nach Praxen und Apotheken zu suchen, die sich im Bereich Reisemedizin fortgebildet haben und hier auf dem aktuellen Stand sind. Die meisten Impfungen können auch vom Hausarzt vorgenommen werden, Gelbfieberimpfungen mit einem Lebendimpfstoff dagegen dürfen nur von zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden.

Aktualisiert: 08.05.2012 - Autor: Susanne Köhler

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