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Aktuelle Ernährungstrends

Ernährungstrends © rawpixel

Welche Anforderung stellen wir an die perfekte Ernährung? Sie muss einfach, raffiniert und schnell zubereitet, gesund, reich an Vitaminen, Ballaststoffen und gleichzeitig arm an Kalorien, Zucker und Fett sein. Und das in einem Zeitalter, das sich primär durch Stress, Hektik und andauerndem Zeitmangel auszeichnet. Dass unser tägliches Brot, die Ernährung, immer wichtiger zu werden scheint, zeigen zahlreiche TV-Sendungen, die ausschließlich die Themen Kochen und Ernährung umfassen. Mälzer, Lafer & Co. unterhalten jede Woche tausende Zuschauer und informieren über gesunde, außergewöhnliche Zutaten, raffinierte Rezepte und einfache Zubereitung - mit der Intention, Abwechslung in den Alltag zu bringen und vor allem das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu festigen.

Sag mir, was du isst, und ich sag dir, wer du bist

Diese Aussage gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mittlerweile stehen Gesundheit und Wohlbefinden an erster Stelle. Was bedeutet sie eigentlich, die gesunde und ausgewogene Ernährung und wie sieht diese in der Zukunft aus. Warum werden die Regale im Supermarkt mit Fertiggerichten immer größer, die Auswahl immer vielfältiger?

Den Trend nach frischen Lebensmitteln aus dem Kühlregal oder Bio-Produkten darf man nicht außer Acht lassen. Ein Beispiel dafür: Trinkbares Obst aus der Flasche. Die Smoothies bestehen nur aus Früchten ohne Zucker und Wasser und sie enthalten genau den empfohlenen Tagesbedarf an Obst. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft noch weiter ausbauen: Frische gesunde Lebensmittel, die fertig zubereitet gekauft und sofort mit gutem Gewissen verspeist werden können.

Wohin geht die kulinarische Reise?

Fastfood oder Bio? Geht es wirklich nur um das systematische Erforschen des guten Geschmacks, die unkomplizierte Schnelligkeit oder auch um unsere Gesundheit? Längst ist der Rehrücken in Schokoladensoße, das Sorbet vom Ziegenkäse oder die Entenbrust im Granatapfelsud keine Innovation mehr auf der Speisekarte.

Internationale Ernährungstrends und Rezepte aus aller Welt werden dank des Internets leicht zugänglich, die passenden Zutaten, exotische und außergewöhnliche Nahrungsmittel werden fast täglich via Flugzeug in die deutschen Supermärkte gebracht.

Molekular inspiriert oder doch gesund?

Die molekulare Küche erfährt seit einigen Jahren einen wahren Hype. Juan Amador und Ferran Adrià sind Namen, die diese innovative Zubereitung und neue Schule der Wahrnehmung geprägt haben. Gekocht wird mit Calazoon, Kalziumlaktatglukonat und Zusatzstoffen wie Alginaten in physikalisch-chemischen Prozessen. Aktuell beschreibt der Schweizer Martin Suter in seinem Roman dieses Thema und das der aphrodisierenden Geschmackserlebnisse zwischen Erotik und Sinnlichkeit. Ob man da noch von bewährtem Kochen oder schon von moderner Kunst sprechen kann, ist die Frage. Fest steht, dass die Wahrnehmung besonderer Speisen und das Erlebnis beim Essen klar im Vordergrund stehen und das auch weiterhin fokussiert wird.

Einen ähnlichen Trend erfährt das sogenannte Functional Food, Essen mit gesundheitlichem Zusatznutzen. Angefangen von Probiotika im Jogurt, die die Darmflora positiv beeinflussen, Butter, die kein Cholesterin und kaum Fett enthält, Brot, das gegen Osteoporose schützt. Immer mehr Lebensmittel enthalten Milchsäurebakterien, essentielle Omega-3-Fettsäuren oder Antioxidantien, die angeblich das Immunsystem stärken, freie Radikale bekämpfen und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Hauptsache ist, unsere Lebensmittel enthalten Gesundheitskomponenten, die das aktuelle Streben nach Gesundheit positiv beeinflussen.

Aktualisiert: 05.01.2012 – Autor: Astrid Vogel

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