Warum platzt Popcorn?

Popcorn © rawpixel

Ob süß oder gesalzen, für die die meisten Menschen gehören die luftigen Maiskörner mit zu einem gelungenen Kinobesuch. "Popcorn" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Zum einen aus "pop" dem englischen Wort für knallen und aus "corn", dem amerikanischen Wort für Mais. Zur Herstellung von Popcorn eignen sich allerdings nur bestimmte Maiskörner, der Perl- oder Puffmais. Normale Maiskörner sind nicht geeignet, da sie beim Erhitzen verkohlen würden.

Warum platzt Popcorn?

Das Maiskorn setzt sich aus Stärke, Eiweiß und Wasser zusammen. Zwar ist das Korn von außen betrachtet trocken, im Korn ist jedoch noch ein geringer Wasseranteil vorhanden.
Wenn die Körner nun erhitzt werden, verwandelt sich das Wasser zu Dampf, der Wasserdampf dehnt sich aus, der Druck im Korn nimmt zu. Irgendwann kann die Schale des Korns dem Druck im Inneren nicht mehr standhalten. Das Korn platzt und fliegt mit einem lauten Knall durch die Gegend. Gleichzeitig dehnt sich das Nährgewebe aus Stärke und Eiweiß auf ein Vielfaches aus - das Popcorn ist fertig.

Kleiner Ausflug in die Geschichte

Puffmais ist eine Variante des Hartmais und gehört zu den ältesten Maiszüchtungen der Indianer. Schon die Azteken, Mayas und Inkas kannten die Vielseitigkeit der Körner. Popcorn ist also keine Erfindung der Neuzeit. Nach Europa gelangten die Körner erst durch die Entdeckung Amerikas - Christoph Kolumbus brachte die ersten Maiskolben von seiner Reise zurück.

Popcorn lässt sich auf verschiedene Art und Weise herstellen. Zu Zeiten, als es noch keine Popcornmaschine gab, wurden die Maiskörner mit Öl im Topf oder der Pfanne erhitzt und so zum Platzen gebracht. Heutzutage gibt es verschiedene Popcornmaschinen aber auch Popcorn für die Mikrowelle.

Popcorn statt Chips

Popcorn ist ein kalorienarmer Snack. Es enthält wesentlich weniger Fett als beispielsweise Chips, ist aber genauso lecker. Popcorn ist außerdem reich an Ballaststoffen, enthält Mineralstoffe (z. B. Kalium, Magnesium) und Vitamine (z. B. Vitamin B1 und B2).

Aktualisiert: 30.04.2012

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